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Gammelfleisch-Skandal: Brasiliens Regierung versucht zu beruhigen


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Gammelfleisch-Skandal: Brasiliens Regierung versucht zu beruhigen

Brasiliens Regierung versucht im Gammelfleisch-Skandal seine Handelspartner zu beruhigen. Von 4837 Produktionsstätten stünden nach den bisherigen Ermittlungen 21 unter Verdacht, in illegale Praktiken verwickelt zu sein. Von diesen hätten aber lediglich sechs in den vergangenen 60 Tagen Fleisch exportiert, teilte die Regierung am Sonntag in Brasilia mit. Demonstrativ biss er bei einem Pressetermin in ein Stück Grillfleisch.

Wie in den vergangenen Tagen bekannt wurde, soll vergammeltes Fleisch mit chemischen Mitteln wieder ansehnlich gemacht und zurück in den
Verkauf gebracht worden sein. Bei Razzien wurde mit Salmonellen belastetes Fleisch gefunden. 20 Verdächtigte wurden festgenommen,
gegen 33 Beschäftigte wird ermittelt. Die Regierung betonte, alle Produktionsstätten stünden ausländischen Inspektoren offen. Auch für
Verbraucher im Inland wurde ein erhöhtes Gesundheitsrisiko bestritten. Die Bundespolizei war dem Skandal durch abgehörte Telefonate auf die Spur
gekommen.

Brasilien ist der größte Fleischexporteur der Welt und liefert unter anderem nach Europa, in die USA und nach China große Mengen. Präsident Temer berief mehrere Krisensitzungen ein und traf sich mit den Botschaftern aus wichtigen Empfängerländern. Der Export bringt jedes Jahr mehr als 13 Milliarden Euro ein. Nach langen Diskussionen hatten auch die USA im Juli 2016 ihren Markt für brasilianisches Fleisch geöffnet. Die Regierung von Präsident Michel Temer setzt auf einen Ausbau der Landwirtschaft, außer Fleisch exportiert Brasilien riesige Mengen Soja für Tierfutter.

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