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Glückwunsch zum 60.! Aber wie geht es der EU?

Für viele ist sie bis heute ein Garant für Frieden, Stabilität und Wohlstand, doch populistische und euroskeptische Bewegungen gewinnen an Terrain. Wie steht es um die EU? Unser Faktencheck.

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Glückwunsch zum 60.! Aber wie geht es der EU?

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Die Europäische Union feiert in diesem Jahr ihr 60. Jubiläum. Für viele ist sie bis heute ein Garant für Frieden, Stabilität und Wohlstand. Kritische Stimmen gab es schon immer. Doch spätestens seit der Finanzkrise von 2009, die vor allem die Länder im Süden Europas in Mitleidenschaft zog, sind Euroskeptiker und Populisten immer stärker zu hören. Der von Großbritannien eingeleitete Brexit könnte zu weiteren Austritten führen. Wie steht es um die Europäischen Union 60 Jahre nach der Unterzeichnung der Römischen Verträge? Damit beschäftigen wir uns in dieser Ausgabe von Insiders.


Europa? Viele glauben noch daran

Einer jüngsten Umfrage zufolge halten 66 Prozent der Befragten Europa für einen Garanten der Stabilität in diesen bewegten Zeiten. Weitere 81 Prozent schätzen die uneingeschränkte Mobilität. Dennoch muss Brüssel auch die Kritik und die Proteste hören, die immer lauter werden.

Nehmen wir Polen, einst das Paradebeispiel für den geglückten demokratischen Übergang und die EU-Erweiterung. Heute ist das Land der größte EU-Fördermittel-Empfänger und verfügt über eine blühende Marktwirtschaft. Und dennoch haben die Polen, ebenso wie die Ungarn, Euroskeptiker an die Macht gewählt, die offen Europas demokratische Werte infrage stellen. Wie lässt sich dieser Widerspruch erklären? Hans von der Brelie hat in Polen nach Antworten gesucht.



Griechenland: Keine große Hoffnung auf Europa

1981 trat Griechenland der EU bei, 20 Jahre später der Eurozone. Für die expandierende EU war Griechenlands Beitritt ein Mittel, um auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges in Südeuropa für Demokratie und Stabilität zu sorgen. Es funktionierte. Drei Jahrzehnte später ist die griechische Wirtschaft am Boden, die Armut steigt, drei Rettungspaketen zum Trotz. Die Krise dauert und fordert einen hohen Tribut: Einer jüngsten Umfrage zufolge haben 71 Prozent der Griechen eine negative Einstellung gegenüber der EU. Wer trägt die Verantwortung? Valerie Zabriskie hat in Athen nachgefragt.



Wie schlimm ist die EU wirklich? Wo landet unser Geld?

Zum Schluss dieser Ausgabe von Insiders werfen wir einen Blick auf Brüssel, Europas pulsierendes Herz und für manche die Wurzel allen Übels. Was bekommt der europäische Steuerzahler für seine Beiträge? Wird das Geld sinnvoll genutzt oder für unnötige Regulierungen und überzogene Gehälter verschwendet, von Veruntreuung ganz zu schweigen. Valérie Gauriat berichtet.