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Belgien gedenkt der Opfer der Terroranschläge


Redaktion Brüssel

Belgien gedenkt der Opfer der Terroranschläge

Ein Jahr nach den Terroranschlägen in Brüssel hat Belgien der Opfer gedacht.

Drei islamistische Selbstmordattentäter rissen am 22. März 2016 am Flughafen und in einer Metrostation 32 Menschen in den Tod und verletzten mehr als 300 weitere.

In der U-Bahnstation Maelbeek war auch Sabrina Fazal ums Leben gekommen. Ihre Schwester, Sarah Esmael Fazal, sagte: “Lassen Sie uns bitte alles tun, damit die Opfer nicht vergeblich waren. Versprechen wir, aufeinander zu sorgen, wie es Sabrina gerne gewollt hätte.”

An der Trauerfeierlichkeit im Europaviertel nahm auch das belgische Königspaar teil. König Philippe erinnerte auch an die Opfer anderer Anschläge: “Liebe Familien, überall auf der Welt, die ihr zahllose Opfer beklagt. Wir teilen eurer Leid, das von tödlichem Wahnsinn verursacht wurde.”

Die Anschläge in Brüssel waren die schlimmsten in der Geschichte Belgiens. Kurz vor acht Uhr morgens sprengten sich in der Abflughalle des Flughafens Zaventem zwei junge belgische Muslime in die Luft.
Nur etwa eine Stunde später zündete ein dritter Selbstmordattentäter seinen Sprengsatz in der U-Bahnstation Maelbeek, die sich in der unmittelbaren Nähe der europäischen Institutionen befindet.

Gedenkfeierlichkeiten fanden sowohl in der Metrostation als auch auf dem Flughafen statt. Zum genauen Zeitpunkt der ersten Explosion wurde auf dem Flughafen eine Schweigeminute gewahrt. Auch wurde für eine knappe halbe Stunde der Flugverkehr unterbrochen.

Jonathan Selemani verlor bei dem Anschlag in der U-Bahn seine Freundin: “Am Anfang war es sehr schwer. Ich wusste nicht, ob ich mich an den Feierlichkeiten beteiligen soll. Ich denke, dass ich für meine Freundin stark sein muss. Man muss stark sein, um seine Ängste zu überwinden. Es war richtig, heute gemeinsam mit der Familie teilzunehmen. Man hat den Opfern Achtung erwiesen.”

Im Europaviertel erinnert ein Denkmal aus zwei Metallplatten an alle Opfer des Terrorismus. “Die Botschaft dieses Denkmals ist: Verletzt, aber aufrecht”, sagt unser Korrespondent Damon Embling. “Ein Jahr danach trauert Brüssel um die Opfer des Terrors, doch gleichzeitig setzt es ein Zeichen der Solidarität und der Unbeugsamkeit.”

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Redaktion Brüssel

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