Eilmeldung

Sie lesen gerade:

CeBIT 2017: Drohnen, Roboter und ein Geisterhaus


Sci-tech

CeBIT 2017: Drohnen, Roboter und ein Geisterhaus

Die CeBIT gilt als die größte Computermesse der Welt. Ein Computer, das ist heute in Zeiten allgemeiner Vernetzung aber eigentlich alles, was sich mit dem Internet verbinden lässt, vom Smart Home über Roboter bis zur Drohne. euronews-Reporter Sebastian Saam hat sich für uns umgeschaut.

Sie sind in diesem Jahr die großen Überflieger auf der CeBIT: Drohnen. Die unbemannten Fluggeräte sind nicht mehr nur Bilderlieferanten, sondern fliegende Rechner, die wichtige Missionen übernehmen können, zum Beispiel Inspektionseinsätze auf Bohrinseln, wie Chiphersteller Intel an einem Modell auf dem Messegelände demonstriert.

Matthias Beldzik, Intel: “Sicherlich ein Wachstumsmarkt ist natürlich die Industrie- und die Infrastrukturinspektion. Was wir hier halt so sehen sind Industrieanlagen, in der Regel beispielsweise Offshore nicht so leicht zu befliegen, das heißt wir brauchen hier ein echtes, gutes System was, sehr stabil in der Luft liegt.”

Der Vorteil der Inspektionsdrohne: deutlich verringerte Material- und Personalkosten, weil die Anlage nicht abgeschaltet werden muss.

Matthias Beldzik, Intel: “Kameras werden besser, Kameras werden leichter. Sensoren werden besser, werden leichter. Man kriegt also höhere Flugzeiten und man kriegt wertvollere Daten und mehr Informationen über die Anlagen, die man inspiziert.”

Nicht nur Drohnen hat die diesjährige CeBIT zu bieten, sondern eigentlich alles, was digital ist. Ein weiterer Schwerpunkt sind Roboter. Humanoide Stimmungsmacher wie der sprechende Pepper, vor allem aber intelligente Helfer, die uns bei der Arbeit zur Hand gehen, unter Umständen sogar auf Distanz. Eine ortsübergreifende Form der Mensch-Maschine-Kollaboration demonstriert das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz mit einer Liveschaltung in das 500 Kilometer entfernte Innovationslabor in Saarbrücken.

Mohamed Mehdi Moniri, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI): “Das können Sie auch ausprobieren, dass Sie diese Brille aufsetzen und dann Roboter kontrollieren, die gar nicht hier sind. Die sind 1.000 Kilometer von hier entfernt.”

Hilfe von Mixed Reality und Virtual Reality gelingt es Mitarbeitern an einem Ort zusammen mit Robotern und Kollegen an einem anderen Ort, Gefahrgüter sicher zu handhaben. Gesteuert werden die Abläufe in der Mixed-Reality Umgebung mit Gesten.

Mohamed Mehdi Moniri, DFKI: “Wenn eines Tages ein Arbeiter diese Brille hat, diese Person wird auch bei ihrer Arbeit sehr erleichtert sein. Wir haben auch konkrete Projekte mit der Industrie, die wir jetzt auch mit diesen Robotern und diesen Brillen umsetzen, damit dies alles zusammen zu einer Lösung beiträgt, damit wir einen ergonomischen Arbeitsplatz schaffen.”

Aus dem schweizerischen Sion ist der autonome Shuttle-Bus der Schweizer PostAuto AG in Hannover zu Gast. Er bietet Platz für elf Personen und gleitet mit Maximalgeschwindigkeit von bis zu 20 km/h laut los durch die Straßen.

Jürg Michel, PostAuto Mobilitätslösungen AG: “Wir sind jetzt mittlerweile seit neun Monaten in Sion in der Innenstadt mit diesen zwei kleinen Bussen unterwegs und haben 16.000 Personen transportiert.”

Der Elektrobus ist mit Kameras und Sensoren ausgerüstet, die Hindernisse sowie Personen und Gegenstände auf der Fahrbahn erkennen.

Jürg Michel, PostAuto Mobilitätslösungen AG: “Wir haben drei LiDAR-Sensoren hier, hier, hier und oben dran. Das sind eigentlich die Augen des Fahrzeugs. Also das Fahrzeug erkennt über die LiDAR-Sensoren Hindernisse und sieht, dass es anhalten muss.”

Zum Schluss noch ein Blick auf das Haunted House, das Geisterhaus. Mit diesem Model eines Smarten Eigenheims demonstriert der IT-Sicherheitsspezialist Sophos, welche Gefahren die Vernetzung von Alltagsgegenständen birgt.

Marco di Filippo, Sicherheitsexperte, Project Haunted House: “Was wir zeigen wollen, ist halt, dass sehr viele Konfigurationsfehler existieren. Dass viele unwissentlich ihr Smart Home, ihr Internet of Things ins Internet stellen, obwohl es da eigentlich nichts zu suchen hat.”

Auf der CeBIT können Besucher auf einer Schautafel live mitverfolgen, welche Angriffe gerade stattfinden. Die Daten während und nach der Messe werden protokolliert und ausgewertet.

Die CeBIT in Hannover gilt als weltgrößte IT-Messe. 3000 Aussteller aus 70 Ländern sind an dieser Ausgabe beteiligt – mit gut 200 Tausend Besuchern wird gerechnet.

Auswahl der Redaktion

Nächster Artikel
CeBIT 2017: Virtual Reality im Profisport

Sci-tech

CeBIT 2017: Virtual Reality im Profisport