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EU will Superrechner entwickeln


Redaktion Brüssel

EU will Superrechner entwickeln

Keiner der zehn leistungsstärksten Großrechner der Welt steht in Europa. Die USA, China und Japan sind auf diesem Gebiet viel weiter.

Kurz bevor an diesem Wochenende die Staats- und Regierungschefs der EU das 60-jährige Bestehen der Römischen Verträge feiern, die das Fundament der EU bilden, unterzeichneten sieben Mitgliedsstaaten in Rom eine Absichtserklärung. Denn die EU will aufholen.

“Selbst für die großen Mitgliedsstaaten ist es schwer, die entsprechende Finanzierung zu gewährleisten”, so der Digital-Kommissar Andrus Ansip. “Es ist sinnvoll, zusammenzuarbeiten.”

Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Spanien und Portugal sind die Länder, die künftig eng miteinander kooperieren wollen. Auf dem Gebiet der Medizin oder der Stadtplanung sind leistungsstarke Rechner dringend notwendig.

“Diese Initiative wird nur dann erfolgreich sein, wenn wir uns zusammenschließen”, meint die für Forschung zuständige spanische Staatssekretärin Carmen Vela. “Andere Länder stellen dafür sehr viel Geld bereit. Unser großer Vorteil ist, dass wir über sehr viel Knowhow verfügen. Das erlaubt uns, den Mangel an Finanzierungsmöglichkeiten wettzumachen.”

Vorgesehen ist unter anderem, ein europäisches Netzwerk zu schaffen, das für mehr als 1,7 Millionen Forscher eine gemeinsame Plattform bilden soll. Roberto Viola, der in der Generaldirektion Kommunikationsnetze tätig ist, sagt: “Die größten Investoren sind jene Staaten, die Hochleistungsrechner herstellen und andere beliefern. Es ist somit normal, dass diese Länder zu den Erstunterzeichnern der Absichtserklärung zählen. Doch auch die anderen Mitgliedsstaaten haben bereits Interesse signalisiert.”

Das Treffen fand in dem prächtigen Palazzo Doria-Pamphilj statt.

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Redaktion Brüssel

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