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Russischer Politiker in der Ukraine erschossen


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Russischer Politiker in der Ukraine erschossen

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In Kiew in der Ukraine ist der ehemalige russische Parlamentsabgeordnete Denis Woronenkow erschossen worden. Ein mutmaßlicher Täter griff Woronenkow auf offener Straße vor einem Hotel an. Ein Leibwächter Woronenkows schoss auf den Angreifer. Dieser starb mehrere Stunden später im Krankenhaus.

In der Ukraine wird nun spekuliert, es könne sich um einen politischen Mord handeln. Als “Staatsterrorismus aus Russland” bezeichnete der ukrainische Präsident Petro Poroschenko die Tat im Internet. Die russische Reaktion auf die Vorwürfe kam prompt. Eine Sprecherin des Außenministeriums verurteilte die in der Ukraine gezogenen Schlüsse als vorschnell.

Die ukrainischen Amtsträger und die Medien hätten innerhalb einer Stunde nach dem Zwischenfall reagiert und die Russische Föderation als Schuldige benannt, so Maria Sacharowa. Das sei das Ende einer unvoreingenommen Ermittlungsarbeit. Der russische Politiker Franz Klinzewitsch warf dem ukrainischen Geheimdienstes SBU vor, mit dem Mord provozieren zu wollen. Es gab aber auch in der Ukraine Kritik an den Sicherheitskräften, die den wichtigen Zeugen nicht abgeschirmt hätten.

Woronenkow galt als Kronzeuge gegen Viktor Janukowitsch, den ehemaligen prorussischen Präsidenten der Ukraine. Die ukrainische Regierung glaubte, mit Woronenkows Hilfe nachweisen zu können, dass Janukowitsch Russland um Hilfe während der Massenproteste in der Ukraine gebeten habe.

Im Dezember hatte sich Woronenkow mit seiner Frau in die Ukraine abgesetzt. Der ehemalige kommunistische Abgeordnete hatte sich in letzter Zeit unter anderem gegen die Annexion der Krim durch Russland ausgesprochen. Zuvor hatte er jedoch noch für diesen Schritt gestimmt.

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