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Russland: Etliche Tausend bei Protesten gegen Korruption


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Russland: Etliche Tausend bei Protesten gegen Korruption

In etlichen russischen Städten hat es Proteste gegen Korruption gegeben. Hunderte Demonstranten wurden festgenommen, vor allem bei der Kundgebung in Moskau, die nicht genehmigt war.

Aufgerufen hatte zu den Kundgebungen der bekannte Regierungsgegner Alexej Nawalny. Er wurde gleich zu Beginn des Moskauer Protests festgenommen.

Nawalny will nächstes Jahr zur Präsidentenwahl antreten, als bisher einziger Herausforderer von Amtsinhaber Wladimir Putin – von dem natürlich streng genommen gar nicht bekannt ist, ob er noch einmal kandidiert.

Allerdings gibt es gegen Nawalny ein Gerichtsurteil, das seine Absicht durchkreuzen könnte. Es ist aber noch nicht rechtskräftig.

Die Gruppe OVD Info, die solche Proteste wie an diesem Sonntag beobachtet, zählte in ganz Russland 933 Festnahmen.

Nach Angaben der Stiftung FBK, die von Nawalny betrieben wird, wurden auch Stiftungsmitarbeiter festgenommen, die Räume durchsucht und Computer abtransportiert.

Wie in Moskau demonstrierten mehrere tausend Menschen in Sankt Petersburg. Proteste und Festnahmen gab es auch in anderen Städten, wie in Murmansk oder Krasnodar – an Orten jedenfalls, die für gewöhnlich politisch sehr ruhig sind. In einigen Städten waren die Proteste auch erlaubt worden.

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