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Bericht aus Ost-Mossul: "Wir haben große Angst vor den Schläfern"


Irak

Bericht aus Ost-Mossul: "Wir haben große Angst vor den Schläfern"

Chaos und Gewalt gegen Zivilisten im Ostteil der nordirakischen Stadt Mossul. Auf der Suche nach untergetauchten Kämpfern der Miliz Islamischer Staat sind Spezialeinheiten der irakischen Armee von einem britischen Kamerateam begleitet worden. Herausgekommen sind seltene Einblicke in den Alltag einer verunsicherten Zivilbevölkerung.

Gegenwärtig konzentriert sich die Fahndung auf den Osten Mossuls, den die irakischen Streitkräfte und ihre Verbündeten bereits im Januar als befreit erklärt hatten. Die von der IS-Miliz gehaltenen Stadtteile im Westen gelten als letzte Bastion der Dschihadisten im Irak.

Verdächtige Zivilisten in Ost-Mossul werden zur Überprüfung ihrer Identität in Sammelstellen gebracht. Wie die Sicherheitskräfte dabei im Einzelnen vorgehen, ist nicht bekannt. Die Soldaten sind zum Spagat gezwungen. Sie bemühen sich einerseits, das Vertrauen der Zivilisten zu gewinnen, müssen aber gleichzeitig versuchen, islamistische Schläfer ausfindig zu machen. Eine heikle Gemengelage, die nicht immer zur Befriedung der Situation beiträgt.

Ahmed Danoun, Einwohner von Ost-Mossul, stellte sich den Fragen des “Sky”-Reporters.

“Wir haben große Angst vor den Schläfern”, sagte Danoun.

Reporter: “Die Angst ist immer noch weit verbreitet?”

Danoun: “Ja. Sie sagten, dass sie vielleicht hierher zurückkommen. Es gibt viele von ihnen.”

Reporter: “Viele Schläferzellen?”

Danoun: “Ja.”

Die latente Bedrohung durch abgetauchte oder aus dem Untergrund heraus operierende Dschihadisten gleicht einem Kampf gegen den unsichtbaren Feind. Trotz starker irakischer Truppenpräsenz im Ostteil Mossuls ist die Stadt noch weit von einer Rückkehr zur Normalität entfernt.

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