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Korruptionsvorwürfe: Südkoreas Ex-Präsidentin muss in Haft


Südkorea

Korruptionsvorwürfe: Südkoreas Ex-Präsidentin muss in Haft

Die ehemalige Präsidentin Südkoreas, Park Geun Hye, ist in Haft. Das Bezirksgericht in der Hauptstadt Seoul gab dem Antrag der Staatsanwaltschaft von Anfang der Woche statt.

Aus dem Gericht heißt es, der Haftbefehl sei gerechtfertigt, weil sonst Beweise vernichtet werden könnten. Die Hauptanklagepunkte gegen Park seien überprüft worden. Damit kann sie zunächst für 20 Tage eingesperrt bleiben.

Sie muss sich wegen einer Korruptionsaffäre verantworten, in die auch große südkoreanische Unternehmen verwickelt sind. Unter anderem soll sie einer Freundin erlaubt haben, sich in Regierungsgeschäfte einzumischen. An Stiftungen ihrer Vertrauten soll Geld von Unternehmen wie Samsung geflossen sein, im Gegenzug wurden politische Gefälligkeiten erbracht. Im Fall von Samsung soll es dabei um 35 Millionen Euro und gegangen sein, für die mutmaßlich eine umstrittene Fusion genehmigt wurde.

Park Geun Hye, Tochter des ehemaligen Diktators Park Chung Hee, war die erste demokratisch gewählte Präsidentin Südkoreas. Nach Bekanntwerden der Korruptionsvorwürfe hatten Hunderttausende für ihren Rücktritt demonstriert, auch Park-Unterstützer gingen auf die Straße. Bereits vor drei Wochen hatte das Verfassungsgericht Park des Amtes enthoben.

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