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Straßenkampf in West-Mossul


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Straßenkampf in West-Mossul

Die irakischen Streitkräfte und ihre Verbündeten sind im Westteil der umkämpften Stadt Mossul weiterhin in Straßenkämpfe mit der Miliz Islamischer Staat verwickelt. Medienberichten zufolge stehen mittlerweile drei Viertel des gesamten Gebiets der Großstadt unter Kontrolle der Armee.

Der Widerstand der Dschihadisten ist offenbar ungebrochen. Nicht nur von Scharfschützen, Selbstmordattentätern und Sprengfallen geht permanente Gefahr aus. Ein ranghoher Polizeioffizier erklärte, die IS-Miliz habe am Freitag mindestens 18 Raketen aus dem Westteil der Stadt auf zurückeroberte Gebiete in Ost-Mossul abgefeuert. Angaben über mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor.

Die US-Armee vermutet, dass in West-Mossul rund 2.000 Dschihadisten Widerstand leisten. Sie sollen Zivilisten als menschliche Schutzschilde benutzen und über ein weit verzweigtes Tunnelsystem in der Altstadt verfügen.

Internationale Hilfsorganisationen schätzen, dass sich noch mehrere Hunderttausend Zivilisten im Westteil der Stadt aufhalten. Laut der Internationalen Organisation für Migration sind allein in den vergangenen vier Wochen über 120.000 Menschen vertrieben worden.

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