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Tödlicher Anschlag auf U-Bahn in St. Petersburg


Russland

Tödlicher Anschlag auf U-Bahn in St. Petersburg

Im Zentrum von St. Petersburg hat es einen tödlichen Anschlag gegeben. Stunden nach der Bombenexplosion in der U-Bahn der russischen Millionenmetropole geht das staatliche Antiterrorkommittee davon aus, dass es sich um einen Terroranschlag handelt. Gleichzeitig werde auch in anderen Richtungen ermittelt. Nach Angaben der Fahnder ging der Sprengsatz am frühen Nachmittag auf der Fahrt zwischen den Haltestellen Sennaja Ploschtschad
(Heuplatz) und Technologisches Institut los. Der Machinist habe mit seiner Entscheidung, den Zug nicht anzuhalten und bis zur nächsten Station zu fahren vermutlich Menschenleben gerettet. Dadurch hätten die Insassen schneller evakuiert und die Rettungsarbeiten rasch eingeleitet werden können.

Über die Zahl der Opfer gab es im Laufe des Tages unterschiedliche Angaben. Die Gesundheitsministerin sprach zuletzt von zehn Toten und fast 50 Verletzten. Darunter seien viele Schwerverletzte.

Wer hinter dem Anschlag steckt, ist bisher nicht bekannt. Die Polizei fahndet nach Angaben russischer Medien nach einem Verdächtigen, der auf einer Überwachungskamera in der U-Bahn-Station zu sehen war. Der Sprengsatz war laut Behörden mit Metallteilen versehen, um die tödliche Wirkung zu verstärken. In einer ebenfalls zentralen U-Bahnstation war ein weiterer Sprengsatz entdeckt und entschärft worden.

In der Vergangenheit hatte es in Moskau bereits mehrere tödliche Anschläge auf die U-Bahn gegeben, die größtenteils mit islamistischen Terroristen aus Tschetschenien in Verbindung gebracht wurden.In St. Petersburg gab es bislang keine Anschläge mit Toten.

Das St. Petersburger U-Bahn-Netz wurde geräumt und geschlossen. Auch in der Hauptstadt Moskau wurden in Bahnhöfen und Flughäfen erhöhte Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet.

Casualties reported after explosions at St Petersburg metro station

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