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Gegen Homophobie: Niederländische Männer halten Händchen


Niederlande

Gegen Homophobie: Niederländische Männer halten Händchen

Mit einer außergewöhnlichen Social Media-Kampagne machen sich die Niederländer gegen Übergriffe auf Homosexuelle stark. Händchenhaltend zeigt sich Alexander Pechthold, Parteivorsitzender der D66, mit Parteifreund Wouter Koolmees auf dem Weg ins Parlament. Dieses und viele weitere Fotos kursieren auf Twitter mit dem Hashtag #allemannenhandinhand

Die Aktion wurde ins Leben gerufen, nachdem am vergangenen Wochenende ein händchenhaltendes, schwules Paar in Arnhem auf dem Nachhauseweg von Unbekannten mit einem Bolzenschneider angegriffen und verletzt wurde.

“Dass so etwas im Jahr 2017 noch passieren kann, ist unverständlich, denn wir sind als Niederländer in unserem eigenen Land unterwegs, aber anscheinend ist das nicht möglich, wenn es um Homosexualität geht,” schrieb einer der Beiden.

Die Journalistin Barbara Barend zitierte auf Twitter einen Ausschnitt des geschilderten Tathergangs und kommentierte “Hand in Hand, das machen wir normalerweise nicht. Wir sind keine provozierenden Typen. Mir dreht sich der Magen um. Hand in Hand laufen, eine Provokation im Jahr 2017.”

Wenig später forderte sie alle Männer, ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung dazu auf, ein Zeichen gegen Homophobie zu setzen.

Nun zeigen sich viele Menschen, in den Niederlanden und weltweit, solidarisch und folgen dem Aufruf Barends.

Der Sozialdemokrat Lodewijk Asscher posierte mit seinem Parteifreund Jeroen Dijsselbloem am Strand:

Angestellte einer Fluggesellschaft setzen ein Zeichen:

Sogar Schulklassen machen bei der Aktion mit:

Auch die niederländischen Vertretung der Vereinten Nationen zeigt ihre Unterstützung:

Inzwischen hat die Polizei vier weitere Tatverdächtige festgenommen, zwei der Verdächtigten sind erst 14 Jahre alt, drei weitere sind 16 und einer 20 Jahre alt, schreibt die Zeitung NLtimes