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Marktwert: Tesla überholt Ford


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Marktwert: Tesla überholt Ford

Der Elektroauto-Hersteller Tesla hat an der Börse den US-Traditionskonzern Ford überholt – obwohl der Hersteller im Vergleich winzig ist.

Die Aktien des US-Elektroautobauers Tesla gewannen zuletzt 5,7 Prozent, damit wird das 2003 gegründete Unternehmen nun am Markt mit einem Allzeithoch von 47,6 Milliarden US-Dollar (44,7 Milliarden Euro) bewertet. Der Elektroauto-Pionier peilt einen Einstieg in den Massenmarkt an.

Ford -Aktien verloren gleichzeitig 2,5 Prozent. Der US-Absatz des Autobauers war im März um sieben Prozent gefallen. Damit ist das 1903 gegründete Traditionsunternehmen aktuell 2,5 Milliarden Euro weniger wert als Tesla.

Tesla hat im vergangenen Jahr weniger als 80.000 Fahrzeuge weltweit ausgeliefert Ford 6,7 Millionen – mehr als 80 mal so viele. Beim Umsatz lautet das Verhältnis 7 Milliarden zu 151,8 Milliarden US-Dollar, immer noch gut das 20fache. Ford ist hinter General Motors der zweitgrößte Autohersteller der USA.

HOFFNUNGSWERT TESLA

Grund für den jüngsten Kurssprung von Tesla dürfte sein, dass die Firma mit 25.000 ausgelieferten Fahrzeugen im ersten Quartal die Schätzungen von Analysten deutlich übertroffen hat. „Ich weiß nicht, ob die Leute Elektroautos wollen. Aber sie wollen Tesla“, sagte Ben Kallo, Analyst beim Finanzdienstleister Robert W. Baird & Co, New York. „Ich bin kein Elon-Musk-Verehrer” – Elon Musk ist Chef von Tesla, Inc, Palo Alto. “Aber Leute, die normalerweise einen Porsche kaufen würden, kaufen jetzt Teslas“, so sein Fazit.

Anleger bewerten Tesla offensichtlich nach den Zukunftsaussichten – vor allem auf das kommende Model 3, das erste Mittelklassemodell, das für etwa 35.000 Dollar (33.000 Euro) verkauft werden soll. Eigner Musk hofft, dass mit dem Model 3 die Jahresproduktion seines Unternehmens bis 2018 auf 500.000 Fahrzeuge ansteigen könnte. „Tesla wird aktuell so bewertet, als habe es bereits Millionenverkäufe. Doch das ist nicht der Fall. Ford hat 100 Jahre gebraucht, um zu diesem Punkt zu kommen“, urteilt Bloomberg-Analyst Kevin Tynan, New York.

su mit Reuters

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