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Giftgas in Syrien: USA drohen mit Alleingang

Russland und der Westen überzogen sich im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit Vorwürfen, zu einer Abstimmung über die Resolution kam es nicht.

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Giftgas in Syrien: USA drohen mit Alleingang

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Die Sitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen über den mutmaßlichen Giftgaseinsatz in Syrien ist ohne Ergebnis beendet worden.

Die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Frankreich hatten einen Resolutionsentwurf eingebracht, über den aber nicht abgestimmt wurde.

Russland einerseits und der Westen andererseits machten sich gegenseitig Vorwürfe. Wladimir Safronkow, der stellvertretende Botschafter Russlands bei den Vereinten Nationen, sagte, der Entwurf sei übereilt vorbereitet worden.



“Dass der ehemalige US-Präsident Obama (2013) mit einem militärischen Eingreifen drohte, falls eine rote Linie überschritten werde und chemische Waffen in Syrien eingesetzt würden, hat solche Angriffe provoziert. Das war der Ausgangspunkt für Provokationen von Terroristen und Extremisten, chemische Waffen einzusetzen”, sagte Safronkow.

Die US-Botschafterin Nikki Haley zeigte Fotos, die Opfer des Einsatzes chemischer Kampfstoffe zeigen sollen. Washington sieht Moskau in der Pflicht: “Wenn Russland tatsächlich den Einfluss in Syrien hat, den es vorgibt zu haben, muss es diesen auch nutzen. Es muss dafür sorgen, dass diese furchtbaren Taten aufhören. Wie viele Kinder müssen noch sterben, ehe es Russland kümmert? Sollte es den Vereinten Nationen nicht gelingen, gemeinsam zu handeln, könnten sich Staaten genötigt sehen, eigene Maßnahmen zu ergreifen”, so Haley.



Zeugen und Aktivisten hatten berichtet, in der von Rebellen gehaltenen nordsyrischen Stadt Chan Scheichun seien dutzende Menschen ums Leben gekommen, die den Angaben zufolge Symptome aufwiesen, die auf einen Einsatz chemischer Waffen hindeuten.