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Halbzeit für "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" - bis in 170 Jahren dann

Tausende britische Arbeitgeber mit mehr als 250 Mitarbeitern müssen künftig Daten veröffentlichen, wie sie Männer und Frauen bezahlen – und zu den Unterschieden.

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Halbzeit für "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" - bis in 170 Jahren dann

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Tausende britische Arbeitgeber mit mehr als 250 Mitarbeitern müssen künftig Daten veröffentlichen, wie sie Männer und Frauen bezahlen – und zu den Unterschieden.

In einem Regierungsvideo können sie lernen, wie man den “Gender Pay Gap” ausrechnet – die geschlechtsspezifische Lohnlücke. Sie wird in Großbritannien mit 18,1 Prozent beziffert – Zahlen des Nationalen Statistikamtes ONS.

Selbst in Island – es steht an erster Stelle auf dem Global Gender Gap Index des Weltwirtschaftsforum 2015 – werden Frauen im Schnitt noch 7 Prozent schlechter bezahlt. Als erstes Land der Welt hat Island ein Gesetz erlassen, das gleiche Löhne bei gleicher Position zwischen Männern und Frauen garantieren soll.

Deutschland liegt dem 13. Platz mit 21 Prozent Lohnabstand (Statistisches Bundesamt), auf identischen Arbeitsplätzen immer noch 6 Prozent (2014). Seit über 150 Jahren kämpfen Frauen in Deutschland für Gleichberechtigung im Beruf. Rund 170 Jahre könnte es noch dauern, bis Frauen und Männer weltweit gleichgestellt sein werden, schätzt der „Global Gender Gap Report“ – also Halbzeit.

Nicola Sturgeon, Erste Ministerin in Schottland:

“Als ich als erste Frau Erste Ministerin in Schottland wurde, war eines der Dinge, die mich damals wirklich bewegten, die Zahl der Mädchen und Frauen, die mich kontaktierten, um zu sagen, wie viel es ihnen bedeutete, in der höchstrangigen politischen Rolle eine Frau zu sehen.

Das unterstrich für mich die Bedeutung von zwei Dingen:

Erstens, die Bedeutung von Rollen-Vorbildern für Mädchen.
Zweitens sind Frauen in einflussreichen Positionen wichtig, die mit gutem Beispiel vorangehen.”

su