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EU verschärft Grenzkontrollen: Lange Wartezeiten für Reisende


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EU verschärft Grenzkontrollen: Lange Wartezeiten für Reisende

Verschärfte Kontrollen an den EU-Außengrenzen haben zu langen Staus geführt. Hintergrund ist ein neuer Grenzkodex. Demnach sind die jeweiligen Behörden verpflichtet, bei der Einreise ins Schengen-Gebiet die Ausweisdokumente mit digitalen Datenbanken abzugleichen. Damit soll verhindert werden, dass Personen einreisen, die möglicherweise ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Für die Reisenden bedeutet das lange Wartezeiten:
Ein Mann sagte: Es ist ein Desaster. Bei mir fahren zwei behinderte Menschen mit. Sie müssen auf die Toilette und es gibt keinen geeigneten Ort. Ein anderer Fahrer klagt: Wir haben anderthalb Stunden an der kroatischen Grenze gewartet und an der slowenischen Grenze genauso lang, also drei Stunden insgesamt. Wir reisen mit zwei kleinen Kindern.

Diese systematischen Kontrollen betreffen auch Menschen, die nach EU-Recht Anspruch auf freien Personenverkehr haben.

Alexandra Popescu, eine Sprecherin der rumänischen Grenzpolizei, erklärt:
Wenn wir feststellen, dass eine Person, oder die Papiere einer Person, die an der Grenze vorstellig wird, in der Datenbank auftaucht und mit einem Alarmsignal gekennzeichnet ist, dann wird diese Person genauer kontrolliert. Die Grenzpolizisten werden genauere Überprüfungen vornehmen. Aber diese Kontrollen werden den Reiseverkehr nicht behindern oder aufhalten.

Nach offiziellen Angaben werden sich die Sicherheitskräfte bemühen, die Wartezeiten für die Reisenden so kurz wie möglich zu halten.

Die Änderung ist eine Reaktion auf die erhöhte Terrorgefahr in Europa, die sich bei den Anschlägen in Paris, Brüssel und Berlin gezeigt hat.

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