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US-Militärschlag gegen Syrien: Moskau verurteilt, London unterstützt


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US-Militärschlag gegen Syrien: Moskau verurteilt, London unterstützt

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Moskau: “Eine Aggression gegen einen souveränen Staat”

Nach den US-Luftangriffen auf einen Luftwaffenstützpunkt in Syrien, hat Russland das Bombardement scharf verurteilt. Präsident Putin halte die Luftschläge für eine “Aggression gegen einen souveränen Staat, gegen das Völkerrecht, dazu noch mit einem erdachten Vorwand”, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Moskau.

Der Raketenangriff verletze internationales Recht und beeinträchtige ernsthaft die Beziehungen zwischen Washington und Moskau. Die syrische Armee habe keine Chemiewaffen mehr, das habe nach der Entwaffnung auch die zuständige UN-Organisation bestätigt.

Außenminister Sergej Lawrow verglich den US-Angriff mit der US-Invasion im Irak 2003. Damals seien die USA und Großbritannien ohne die Zustimmung des UN-Sicherheitsrates mit ihren Verbündeten in den Irak einmarschiert , sagte Lawrow am Freitag bei einem Besuch in der usbekischen Hauptstadt Taschkent.

Kurz vor den US-amerikanischen Angriffen hatte Russland bei der UN in New York die USA vor einem Alleingang gewarnt. Die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates hatten versucht, nach dem Giftgas-Angriff bei Idlib einen Kompromiss der Staatengemeinschaft zustande zu bringen.

London: “Eine sehr begrenzte, angemessene und gezielte Aktion”

Großbritannien hingegen begrüßte den US-Luftangriff in Syrien. Die britische Regierung unterstütze die Aktion der USA hieß es in einer Mitteilung. Verteidigungsminister Michael Fallon erklärte, dies sei eine sehr begrenzte, angemessene und gezielte Aktion gewesen.

Damit sollten Flugfeld, Flugzeuge und Ausrüstung, die nach Ansicht der USA in den Giftgasangriff involviert waren, getroffen werden, um das Regime von weiteren Angriffen abzuschrecken und künftig Leben zu bewahren.

Die USA und Großbritannien sprechen der syrischen Regierung um Staatschef Baschar al-Assad die Rechtmäßigkeit ab. Sie machen die Regierung in Damaskus für einen mutmaßlichen Giftgasangriff vor wenigen Tagen im Norden des Landes verantwortlich. Dabei kamen Aktivisten zufolge mehr als 80 Menschen ums Leben. Assad hatte die Verantwortung für den Giftgasangriff zurückgewiesen.

Deutschland stellt sich hinter US-Angriff

Die deutsche Regierung hat sich im Grundsatz hinter den US-Luftangriff in Syrien gestellt, pocht aber auf eine politische Lösung für das Bürgerkriegsland. Das Verteidigungsministerium versicherte am Freitagmorgen auf Anfrage, die Bundeswehr habe nichts mit der Marschflugkörper-Attacke auf einen Stützpunkt der syrischen Luftwaffe zu tun.

Bundeskanzlerin Angela Merkel teilte in einer gemeinsamen Erklärung mit dem französischen Präsidenten François Hollande mit, Syriens Präsident Baschar al-Assad trage “die alleinige Verantwortung für diese Entwicklung”. Assads wiederholter Einsatz chemischer Waffen und seine Verbrechen gegen die eigene Bevölkerung “verlangten eine Sanktionierung, wie Frankreich und Deutschland sie bereits im Sommer 2013 nach dem Massaker von Ghuta gefordert hatten”.

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