Eilmeldung

Sie lesen gerade:

US-Angriff in Syrien: Lawrow spricht von "erfundenen Begründungen"


Syrien

US-Angriff in Syrien: Lawrow spricht von "erfundenen Begründungen"

ALL VIEWS

Tap to find out

US-Präsident Donald Trump hat den Angriff auf die Militärbasis in Syrien als absolute Notwendigkeit bezeichnet. Er begründete seine Kehrtwende im Vorgehen gegen Syriens Präsident Baschar al-Assad mit der Schwere des vermeintlichen Chemiewaffeneinsatzes vom Dienstag, bei dem mindestens 80 Menschen getötet worden waren, darunter auch Kinder. Zuvor seien jahrelange Versuche, Assads Verhalten zu ändern, “dramatisch gescheitert”, so Trump: “Es ist absolut im nationalen Sicherheitsinteresse der USA, den Einsatz und die Verbreitung tödlicher chemischer Waffen zu verhindern. Es besteht kein Zweifel, dass Syrien verbotene chemische Waffen benutzt, gegen das Chemiewaffenübereinkommen verstoßen und die Warnung des UN-Sicherheitsrats ignoriert hat.”

Unterdessen kündigte das russische Militär an, seinen Verbündeten Syrien bei der Aufrüstung der Luftabwehr zu unterstützen, um die sensibelsten Standorte zu schützen. Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete den US-Angriff auf die Luftwaffenbasis bei einem Besuch in Usbekistan als “Provokation”: “Das geschah aus Gründen, die komplett erfundenen wurden und erinnert an 2003, als die USA und Großbritannien ohne die Zustimmung des Sicherheitsrats mit einigen Alliierten in den Irak einmarschiert sind. Das war die bisher schlimmste Verletzung internationalen Rechts, aber immerhin haben sie noch versucht, militärische Beweise vorzubringen. Jetzt haben sie sich noch nicht einmal bemüht, irgendwelche Fakten anzubringen, sondern nur ein paar Fotos angebracht und anhand von Bildern von Kindern spekuliert.”

Russland hatte die USA bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats am Mittwoch vor einem Alleingang in Syrien gewarnt. Eine Resolution zur Aufklärung der Hintergründe des Giftgasangriffs lehnte Moskau ab. Es war bereits die siebte UN-Resolution zum Syrien-Krieg, die unter anderem von Russland verhindert wurde.

ALL VIEWS

Tap to find out

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Syrien

US-Angriff in Syrien: Flüchtlinge begrüßen Vorgehen gegen Assad