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Geheimdienst der Türkei hat in Berlin mehr als 60 Personen ausspioniert


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Geheimdienst der Türkei hat in Berlin mehr als 60 Personen ausspioniert

Das Landeskriminalamt in Berlin hat jetzt bekanntgegeben, dass mindestens 60 Personen in Berlin vom türkischen Geheimdienst MIT ausspioniert worden sind. Das schreibt die Zeitung “Die Welt”. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet, es gebe eine Liste mit etwa 400 Namen, die der türkische Geheimdienst in Deutschland überwacht haben soll, weil sie als mutmaßliche Anhänger des Predigers Fethullah Gülen gelten. Ankara macht die Gülen-Bewegung für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich und hat in der Türkei in diesem Zusammenhang Tausende festgenommen.

Der deutsche Geheimdienst geht allerdings nicht davon aus, dass die Gülen-Bewegung hinter dem gescheiterten Putschversuch steht.

Auf der Liste des türkischen Geheimdienstes stehen auch deutsche Politiker wie Abgeordnete im Berliner Landtag Emine Demirbüken-Wegner (55) von der CDU und die Bundestagsabgeordnete Michelle Müntefering (36) von der SPD.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass die Bundesanwaltschaft wegen der Bespitzelung von Menschen in Deutschland Ermittlungsverfahren gegen 20 Personen eingeleitet hat. Unter den Beschuldigten sind türkische Geheimdienstmitarbeiter und Mitglieder der Ditib, der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion, wie die LINKEN-Politikerin Sevim Dagdelen öffentlich machte. Ditib ist die größte muslimische Organisation in Deutschland, zu der etwa 800 Moscheevereine gehören.

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