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Heimsieg beim Grand Prix in Antalya


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Heimsieg beim Grand Prix in Antalya

Anastasia Dmitriewa holte sich in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm den Sieg beim Judo-Grand-Prix von Antalya. Ihre Finalgegnerin, Yarden Mayersohn aus Israel, war vor Antalya im Vergleich zur Russin deutlich weniger namhaft, setzte in der Türkei aber ein Ausrufezeichen. Selbst wenn sie im Finale verlor. Und Dmitriewa hatte eine weitere Goldmedaille für ihre bereits stattliche Sammlung in der Tasche.

Die Türkin Kayra Sayit machte die einheimischen Judo-Freunde in Antalya glücklich. In ihrem früheren Leben hieß sie Ketty Mathé und startete für ihr Geburtsland Frankreich. In Antalya gewann sie Gold bei den Damen über 78 Kilogramm. Im Finale gegen Larisa Ceric aus Bosnien und Herzegowina bekam Sayit für einen Sasae-Tsuri-Komi-Ashi, also einen Fußstoppwurf, eine Waza-Ari-Wertung zugesprochen. Diesen Vorsprung verteidigte die Türkin bis zum Schluss.



Der Mongole Altanbagana Gantulga war der Mann des Tages in der Gewichtsklasse unter 90 Kilogramm. Im Finale gegen Komronshokh Ustopiriyon aus Tadschikistan sah es schon ganz danach aus, als müsse die Entscheidung in der Verlängerung fallen, als Gantulga seinen Gegner zwei Sekunden vor dem Ende des Kampfes mit einem Schulterwurf auf die Matte legte. Diese gelungene Aktion war einen Waza-Ari und Gold wert.

Adlan Bisultanow aus Russland und Maxim Rakow aus Kasachstan machten den Sieg in der Klasse unter 100 Kilogramm unter sich aus. Rakov, der Weltmeister von 2009, ist in der zweihöchsten Judo-Gewichtsklasse einer der ganz Großen, musste im Finale von Antalya nach einer Minute jedoch eine Shido-Strafwertung wegen Passivität einstecken. Sein Widersacher Bisultanow legte einen Waza-Ari nach, den er für einen gelungenen Tai-Otoshi erhielt. Es folgten Strafwertungen auf beiden Seiten, Bisultanow rettete sich über die Zeit und nahm Gold mit nach Hause.

Der Tscheche Lukas Krpalek war Weltmeister und Olympiasieger in der Klasse unter 100 Kilo, jetzt tritt er bei den ganz schweren Jungs an. Mit seinem Sieg in Antalya zeigte der Tscheche, dass der Wechsel in die über-100-Kilo-Klasse keineswegs eine Nummer zu groß ist. Im Finale bezwang er Juri Krakowetski aus Kirgisistan. Krpalek gelang ein O-Uchi-Gari mit anschließendem Haltegriff. Das war einen Ippon wert.