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Großbrand in Flüchtlingscamp: "Dies ist ein humanitärer Notfall"


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Großbrand in Flüchtlingscamp: "Dies ist ein humanitärer Notfall"

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Bei dem Großbrand in einem nordfranzösischen Flüchtlingscamp sind mindestens fünf Menschen verletzt worden. Behördenvertreter vor Ort erklärten, zudem seien fünf weitere Bewohner der Einrichtung bei vorangegangenen Auseinandersetzungen verletzt worden. Rund 500 der über 1500 Bewohner kamen vorübergehend in Notunterkünften wie Turnhallen unter. Etliche alleinstehende Männer und Jugendliche hätten die Nacht allerdings mangels geeigneten Schlafplätzen im Freien verbringen müssen, berichteten französische Medien.

Damien Carême, Bürgermeister von Grande-Synthe, sagte vor Ort:“Das Camp war nicht für die Ewigkeit gemacht und wir müssen jetzt Lösungen finden. Wir haben schon Plätze geschaffen, brauchen aber mehr. Dies ist ein humanitärer Notfall. Das Camp ist zu achtzig Prozent niedergebrannt. Wir brauchen eine andere Notlösung zur Bewältgung der Ereignisse der vergangenen Nacht.”

Der Großteil der Holzhütten in dem Lager in Grande-Synthe bei Dünkirchen sei zerstört worden, sagte der zuständige Präfekt Michel Lalande. Bewohner hätten das Feuer nach massiven Auseinandersetzungen zwischen Kurden und Afghanen gelegt. Lalande sagte, nach den Ereignissen der Nacht sehe er nicht, wie dort wieder ein Lager eingerichtet werden könne.

Die Regierung kündigte an, dass eine Untersuchung die Vorfälle in Grande-Synthe klären solle. Grande-Synthe liegt rund 30 Kilometer Luftlinie östlich von Calais, wo die Behörden im vergangenen Jahr mit dem berüchtigten “Dschungel von Calais” ein riesiges Elendslager geräumt hatten.

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