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Toshiba kämpft ums Überleben - Börsenlisting in Gefahr


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Toshiba kämpft ums Überleben - Börsenlisting in Gefahr

Der schwer angeschlagene Toshiba-Konzern meldet Milliardenverluste.und gerät immer stärker unter Druck. Nach Medienberichten (“The Telegraph”) stellt das Unternehmen inzwischen sein eigenes Überleben in Frage.

Nachdem das Firmenkonglomerat bereits zweimal die Vorlage der Geschäftszahlen verschoben hatte, präsentierte das Unternehmen unter staatlichem Termindruck für die Monate April bis Dezember 2016 nicht-testierte Ergebnisse – in Japan beispiellos – und riskiert, von der Börse genommen zu werden.

Vorstandschef Satoshi Tsunakawa entschuldigte sich bei den Aktionären für Durcheinander und Schwierigkeiten und kündigte an, alles zu unternehmen, um das “Delisting” zu vermeiden. Auf Staatshilfe wolle er nicht zurückgreifen:

“Wenn die Börse in Tokio ein “Delisting” beschließt, denkt sie offensichtlich, dass ein Unterlassen dieses Schritts die Stabilität des Marktes bedroht. Also werden wir größtmögliche Anstrengungen unternehmen, um ein “Delisting” zu vermeiden. “

WESTINGHOUSE

Hintergrund für die Krise des Firmenkonglomerats, das mit fast 190.000 Beschäftigten auch USB-Massenspeicher, Laptops, Industrieanlagen, Aufzüge und Waschmaschinen herstellt, sind massive Schwierigkeiten bei der insolventen US-Tochter Westinghouse, die Atomkraftwerke baut.

Wegen der hohen Abschreibungen belief sich der Konzernverlust in den nun vorgelegten Neun-Monats-Zahlen auf 4,7 Milliarden Euro, statt der zunächst angenommenen 4,2 Milliarden. Insidern zufolge stellen die Prüfer nicht nur die aktuellen Zahlen infrage, sondern nach Medienberichten (“OnVista”) auch die Ergebnisse der US-Tochter aus dem Vorjahr.

Die Prüfgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) zum Haftungsausschluss: Es sei nicht möglich gewesen, sich über die Bilanz eine Meinung zu bilden.

CHIP-SPARTE ZU VERKAUFEN

Einen Befreiungsschlag erhoffen sich die Japaner durch den Verkauf der profitablen Chip-Sparte. Der taiwanische Apple-Zulieferer Foxconn könnte den Medienberichten zufolge gut 25 Milliarden Euro für die Sparte zahlen, rund neun Milliarden mehr als von Toshiba selbst erwartet.

Allerdings wollen Japans Behörden keinem Deal zustimmen, bei dem hochmoderne heimische Technologie in falsche Hände zu geraten droht.

su mit dpa, Reuters

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