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Verhafteter russischer Hacker: mutmaßlich an Manipulation der US-Wahl beteiligt


Spanien

Verhafteter russischer Hacker: mutmaßlich an Manipulation der US-Wahl beteiligt

In Spanien wurde ein mutmaßlicher russischer Hacker festgenommen, der in die Manipulation der US-Wahlen verstrickt sein soll. Die USA haben den Mann mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Der 36-Jährige war offenbar auf Urlaub in Barcelona, als er am Freitag Besuch von der Polizei bekam. Inzwischen hat ein spanischer Richter einen Haftbefehl ausgestellt.

Die Frau des Festgenommenen hatte im russischen Fernsehsender RT gesagt, ihr Mann sei im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Manipulation der US-Wahlen verhaftet worden. In Hackerkreisen ist der Verdächtige kein Unbekannter. Der spanischen Polizei zufolge soll er ein Botnet namens “Kelihos” betrieben haben.

Botnets sind Netzwerke aus einer großen Zahl von Computern normaler Internetnutzer, die von Hackern ferngesteuert werden. Ohne das Wissen der Computerbesitzer können sie so illegale Aktivitäten über das Internet durchführen. Auch der Einsatz von Ransomware wird ihm vorgeworfen. Mit dieser Art von Software verschlüsseln Hacker die Computer von Internetnutzern und erpressen Geld dafür, dass sie die Computer wieder freigeben.

Nach Überzeugung von US-Geheimdiensten haben russische Hacker versucht, die Wahlen in den USA zu manipulieren. Unter anderem sollte mit dem gezielten Ausforschen von E-Mails die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton diskreditiert werden. Auch die Manipulation von Meinungen in sozialen Netzwerken wird den Russen vorgeworfen. Für eine Verstrickung von Russlands Präsident Wladimir Putin in die Affäre haben die Behörden aber noch keine stichhaltigen Beweise veröffentlicht. Russlands Regierung hat die Vorwürfe bisher zurückgewiesen.

Immer wieder bitten US-Behörden andere Länder um Hilfe bei der Festnahme und Auslieferung russischer Hacker, wenn diese auf Reisen sind. Grund ist, dass eine Auslieferung direkt aus Russland in die USA häufig schwierig ist. Erst kürzlich hatte es einen ähnlichen Fall in der Tschechischen Republik gegeben.

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