Eilmeldung

Sie lesen gerade:

PR-Desaster für United Airlines: Demonstrationen und Spott nach Passagier-Rauswurf


USA

PR-Desaster für United Airlines: Demonstrationen und Spott nach Passagier-Rauswurf

Vor dem O’Hare-Flughafen in Chicago haben aufgebrachte Menschen mit asiatischem Migrationshintergrund gegen die Fluggesellschaft United Airlines protestiert. Ihr Zorn richtete sich gegen die gewaltsame Entfernung eines chinesischen Fluggastes aus einer überbuchten Maschine der Airline. Videos von dem Vorfall am Sonntag zeigten, wie Sicherheitsleute den Passagier in Chicago über den Boden des Kabinengangs zum vorderen Ausgang des Flugzeuges ziehen. Der Mann und andere Passagiere hatten sich zuvor geweigert, vom Flug zurückzutreten und stattdessen eine Prämie zu kassieren.

Ein Kollege und Freund des chinesischen Fluggastes zeigte sich von dem Vorfall überrascht:“Wenn man als Passagier – aus welchem Grund auch immer – keinen Sitzplatz bekommen hat, wird man normalerweise vom Kabinenpersonal begleitet und nicht von Sicherheitskräften. Also muss es schon zu einer sehr heftigen Auseinandersetzung gekommen sein, wenn sich die Sicherheitsleute für solch eine rabiate Vorgehensweise entscheiden.”

Das Krisenmanagement von United Airlines entwickelte sich für die zur Star Alliance gehörende Fluglinie zum PR-Desaster. Der Vorstandschef von United Airlines entschuldigte sich erst am Dienstag umfassend für das Vorgehen und kündigte Konsequenzen an.

Mehrere Videos zu dem Vorfall wurden in Sozialen Medien millionenfach abgerufen. In anderen Reaktionen wechselten sich Boykottaufrufe mit Häme und Spott ab. Zum humoristischen Höhepunkt entwickelte sich ein gefälschtes Werbevideo.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Tschad

Krasser Anstieg von Selbstmordattentaten durch Kinder alarmiert Unicef