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Mutmaßlicher Brandanschlag auf Wahlkampfzentrale von Marine Le Pen


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Mutmaßlicher Brandanschlag auf Wahlkampfzentrale von Marine Le Pen

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Auf die Pariser Wahlkampfzentrale der französischen Rechtspopulistin Marine Le Pen ist ein mutmaßlicher Brandanschlag verübt worden.
Nach Angaben der Feuerwehr beschädigte der beginnende Brand die Tür eines Geschäftslokals im Erdgeschoss, konnte aber schnell gelöscht werden. Die Tür gehört zu einem Versicherungsbüro, die Wahlkampfzentrale der Front-National-Chefin ist aber im gleichen Gebäude.

Die Polizei geht von einen kriminellen Hintergrund aus. An der Fassade wurde ein Schriftzug mit Erwähnung des Front National (FN) hinterlassen. Eine dem linksextremen Spektrum zugerechnete Gruppierung namens “Den Fremdenhass bekämpfen” reklamierte die Tat gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP für sich und gab an, Molotow-Cocktails genutzt zu haben. Ein anonymer Gesprächspartner drohte: “Das wird bis zur Wahl jeden Tag weitergehen”.

Innenminister Matthias Fekl verurteilte im französischen Radiosender RTL “inakzeptable Taten”. “Die demokratische Debatte muss sich durch die Wahlurnen äußern, dort muss jeder seine Entscheidungen treffen”. Die Regierung sei bereit, falls erforderlich den Schutz der FN zu stärken. Frankreich wählt seinen neuen Staatschef in zwei Runden am 23. April und am 7. Mai. Marine Le Pen hat laut Umfragen gute Chancen, in die Stichwahl zu kommen.

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