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African Business Connect Forum: Von Marokko aus Afrika vernetzen


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African Business Connect Forum: Von Marokko aus Afrika vernetzen

Ruanda war der erste Stopp des zweiten African Business Connect-Forums, das von der BMCE Bank of Africa und Morocco Export organisiert wird. Es ist die erste große Mission in das Land, mit dem noch immer viele den Genozid vom 7. April 1994 verbinden.

Eine Delegation von mehr als 120 Menschen, fast 80 Firmen schauen in die Zukunft und auf die Wirtschaft im Land der 1000 Hügel, das als eines der dynamischsten auf dem afrikanischen Kontinent gilt.

Für den Präsidenten des ruandischen Privatsektor-Unternehmensverband, Benjamin Gasamagera, heißt das: Wenn es das Label “Made in Morocco” gibt, dann hat “Made in Ruanda” ebenso eine Chance.

“Es ist ein Programm, an das wir hohe Erwartungen haben. Es bewegt sich wirklich etwas und der ruandische Privatsektor sucht nach Möglichkeiten, dieses Programm für sich zu nutzen.”

Daressalam in Tansania ist der zweite Stopp des Roadtrips, rund 1400 Kilometer von Kigali entfernt. 220 ortsansässige Firmen sind der Einladung der marokkanischen Delegation gefolgt. Es gab 1120 Treffen zwischen Unternehmern, fast doppelt so viele wie es in Ruanda gab.

Der Finanz- und Planungsminister Sansibars, Khalid Salum Mohamed führt aus:
“Investoren und Unternehmenskreise zusammenzubringen hilft, sich auszutauschen: Ansichten, Erfahrungen, das Wissen, dass es Möglichkeiten zwischen den beiden Ländern gibt. Deswegen werden wir beim Handel und bei Kapitalanlagen zusammenarbeiten, darauf setzen wir.”

Von Daressalam geht es direkt in die madagassische Hauptstadt Antananarivo. In Madagaskar beteiligten sich rund 350 Firmen an dem Forum. Firmen aus ganz verschiedenen Bereichen, wie der Energie- und Transportbranche und aus der Landwirtschaft.

Olivier Mahafaly Solonandrasana, der madagassische Premierminister erklärt die Wichtigkeit des Forums: “Das heutige Treffen symbolisert den Erfolg der Süd-Süd-Kooperation. Marokko hat im eigenen Land schon viel erreicht und wir wollen Ähnliches schaffen und so die Wirtschaft Madagaskars voranbringen.”

Ein weiteres Ziel der Mission war es, die Kooperationen zwischen Marokko und diesen Ländern in verschiedenen Bereichen wie der Metallindustrie, Finanzdienstleistungen, Baugewerbe und im Gesundheits- und Energiesektor zu stärken. Die Reaktionen sind mehr als positiv:

“Wir wollen Möglichkeiten von Partnerschaften mit madagassischen Operatoren ausloten und sie auf dem digitalen Gebiet begleiten, wo wir die Expertise besitzen,” sagt Hicham Bendahir, Business Unit Manager bei der m2m-Gruppe.

Hafid Khedidj, Global Export Manager bei Energy Transfo erklärt, warum sich das Forum für seine Firma lohnt:
“Das Ziel dieser Mission ist es, neue Märkte zu erschließen, auf denen wir bisher nur indirekt durch unsere europäischen Partner präsent sind. Uns wurde viel Verständnis entgegengebracht im Vergleich zu unseren asiatischen Konkurrenten.”

Marokkanische Unternehmer wollen in Wachstumsbranchen wie dem Baugewerbe, in neuen Technologien, in der Energie- und Arzeimittelbranche investieren. Für Mitorganisatoren Morocco Export und die BMCE-Bank of Africa haben die Ergebnisse des Roadtrips schon jetzt alle Erwartungen übertroffen. Eine Fortsetzung ist schon jetzt in Planung.

Zahra Maafiri, Managerin bei Morocco Export sagt: “Wir alle unterstützen einander, tauschen Informationen und Expertise aus, wir entwickeln einige Sektoren zusammen weiter für das Land oder sogar die Region.”

80 Prozent der marokkanischen Unternehmer wollen zuerst in Ruanda investieren. In Tansania hingegen sind es weniger als 20 Prozent. Madagaskar ist für 60 Prozent der marokkanischen Investoren attraktiv.

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