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Zwei Demonstranten bei Massenprotesten gegen Präsident Maduro erschossen


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Zwei Demonstranten bei Massenprotesten gegen Präsident Maduro erschossen

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In Venezuela ist es bei Protesten gegen Präsident Nicolás Maduro zu schweren Ausschreitungen gekommen. Mindestens zwei Demonstranten wurden getötet. Ein 17-Jähriger und eine 23-Jährige wurden von Schüssen getroffen. Die Opposition wirft Anhängern Maduros vor, gezielt gegen Demonstranten vorzugehen. Für den Angriff auf den 17-Jährigen machte die Opposition regierungstreue Motorrad-Milizen verantwortlich. Die 23-Jährige starb, als sie mit anderen Protestierenden von regierungstreuen Gruppe eingekreist wurde und Schüsse fielen.

Die Massendemonstration in Caracas – “Mutter aller Märsche” genannt – richtete sich gegen eine drohende Diktatur in Venezuela. Die Polizei setzte massiv Tränengas ein, um Demo-Teilnehmer auseinanderzutreiben. Die Opposition fordert Neuwahlen und macht Präsident Maduro für die schwere politische und ökonomische Krise in dem ölreichen Land verantwortlich. Auslöser der seit Monatsbeginn andauernden Proteste war die zeitweise Entmachtung des Parlaments.

“Wir schreiben gerade einen Teil der Geschichte”, rief Oppositionsabgeordneter Miguel Pizarro den Massen zu. “Lasst uns nicht denken: ‘Das ist unmöglich.’ Wir sind die Mehrheit. Wir sind viele mehr. Auch wenn sie es nicht wollen: Wir werden dieses Land verändern.”

Auch Anhänger von Maduro gingen auf die Straße. Als Antwort auf die angespannte Lage will der Präsident alle 500 000 Mitglieder der Nationalen Miliz mit Gewehren ausrüsten. Die Reservistentruppe war nach dem Putschversuch 2002 gegen den damaligen Staatschef Hugo Chávez aufgestellt worden.

Der 19. April ist in Venezuela ein Feiertag, an dem an die Erklärung zur Unabhängigkeit des Landes von Spanien vor zwei Jahrhunderten erinnert wird.

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