Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Großdemonstrationen in Venezuela


Venezuela

Großdemonstrationen in Venezuela

In Venezuela geht der Machtkampf zwischen der Regierung von Präsident Nicolás Maduro und der Opposition mit Großdemonstrationen weiter. Maduros Anhänger und Regierungsgegner wollen am Mittwoch auf die Straße gehen. Maduro beschuldigte unterdessen die USA, das Land zu destabilisieren.

Die USA hätten einen Staatsstreich in Venezuela geplant, und deswegen sei “Plan Zamora” nun in Kraft, sagte Maduro. Die USA wollten einen Staatsstreich zugunsten von Oppositionsführer Julio Borges.

Maduro kündigte an, alle 500 000 Mitglieder der nationalen Miliz mit Gewehren auszurüsten. Die Truppe aus Reservisten war nach dem Putschversuch 2002 gegen den damaligen Staatschef Hugo Chávez aufgestellt worden.

Die Regierungsgegner fordern vorgezogene Neuwahlen, die Freilassung inhaftierter Oppositioneller und die Entlassung von sieben Richtern des Obersten Gerichtshofs, die dem von der Opposition dominiertem Parlament zuletzt eine Reihe von Kompetenzen entzogen hatte.

Venezuela leidet unter einer schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise. Das Land mit den größten Ölreserven der Welt muss fast monatlich mehrere Milliarden Euro an Auslandskrediten bedienen. Es können kaum noch Lebensmittel und Medikamente importiert werden.

Zuletzt waren in dem südamerikanischen Land fast täglich Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen die Regierung zu protestieren. Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten, Regierungsanhängern und der Polizei sind bislang mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen, Hunderte wurden verletzt.

Der Internationale Währungsfonds IWF rechnet damit, dass die Wirtschaftsleistung von Venezuela im laufenden Jahr um 7,4 Prozent schrumpft, die Inflationsrate könnte laut der Prognose bei 720 Prozent liegen. Im kommenden Jahr rechnet der IWF sogar mit einer Teuerungsrate von 2000 Prozent.

Ägypten

Uralte Mumien bei Luxor entdeckt