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Irak: Kampf um die Altstadt und die Herzen in Mossul

Derzeit wird im äußersten Westen gekämpft. Der IS wehrt sich mit chemischen Mitteln, während die Bewohner den Eroberern kritisch gegenüberstehen.

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Irak: Kampf um die Altstadt und die Herzen in Mossul

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Die irakische Armee kämpft weiter um den Westen der Stadt Mossul. Dort hat sich der sogenannte Islamische Staat eingerichtet, er hält die schwer zugängliche Altstadt als seine letzte große Bastion im Irak.

Derzeit wird im äußersten Westen gekämpft, und die Streitkräfte vermelden Fortschritte beim Vorrücken auf die Extremisten. Doch der IS wehrt sich angeblich sogar mit chemischen Mitteln. Nach Angaben der US-Armee mussten mehrere irakische Soldaten wegen des Angriffs medizinisch versorgt werden.

Die Armee hat nicht nur den IS gegen sich, auch viele sunnitisch-muslimische Einwohner der Stadt stehen der von Schiiten dominierten Staatsmacht kritisch gegenüber. Die irakische Regierung wirbt auf großen Reklametafeln um Frieden und Normalität in den eroberten Gebieten, aber schiitisch-religiöse Graffiti zeigen, dass es mit der nationalen Einheit und Identität nicht weit her ist.

Und viele Bewohner Mossuls haben einfach nur Angst. Eine halbe Million Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen vor den Kämpfen geflohen. Noch einmal so viele halten sich vermutlich im Westen der Stadt auf, viele davon sollen in der dicht bevölkerten Altstadt festsitzen.

Die Kämpfe und die Gewalt sind nur ein Teil des Problems. Nahrungsmittel gehen zur Neige und es mangelt an Trinkwasser. Der Kampf um den Westen, so UN-Experten, wird noch härter geführt als der um den Ostteil der Stadt.