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Neue Proteste gegen Venezuelas Präsident Nicolás Maduro


Venezuela

Neue Proteste gegen Venezuelas Präsident Nicolás Maduro

Gegner von Venezuelas Regierung haben erneut in mehreren Städten demonstriert.

Die Proteste fielen aber kleiner aus als noch am Tag zuvor, als mehrere Menschen getötet und hunderte festgenommen wurden.

Auslöser der jetzigen Protestwelle war die zwischenzeitliche Entmachtung des von der Opposition dominierten Parlaments.

Die Gegner von Staatspräsident Nicolás Maduro sehen das südamerikanische Land auf dem Weg in eine Diktatur.

Maduro seinerseits bezichtigt die Opposition, sie wolle mit Hilfe der USA eine Verschwörung anzetteln.

Seit 1999 wird das Land von Maduros Sozialisten regiert und ist trotz der großen Erdölvorkommen in seine schlimmste Versorgungskrise geschlittert.

Seit Ausbruch der Proteste Anfang April starben neun Menschen, immer wieder liegen Tränengaswolken über Caracas.

“Wenn heute Millionen auf die Straßen gegangen sind, müssen morgen noch mehr rausgehen”, kündigte Oppositionsführer Henrique Capriles weitere Massenproteste an.

Er hatte bei der Präsidentenwahl 2013 knapp gegen Maduro verloren und wurde zuletzt von der Regierung für fünfzehn Jahre von einer Kandidatur bei Wahlen ausgeschlossen.

Im Parlament hat das Bündnis “Mesa de la Unidad Democrática” aus konservativen, liberalen, sozialdemokratischen und indigenen Parteien eine deutliche Mehrheit, ist aber de facto politisch wirkungslos.

Der von den Sozialisten dominierte Oberste Gerichtshof hob immer wieder Entscheidungen auf – und Maduro versucht, mit Dekreten am Parlament vorbei zu regieren. Zudem gilt seit Monaten ein Ausnahmezustand.

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