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Neue Massenproteste in Venezuela


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Neue Massenproteste in Venezuela

In Venzuela sind erneut Hunderttausende Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen den sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro zu protestieren. In der Hauptstatdt Caracas legten sie mit einem Marsch eine der zentralen Autobahnen lahm. Die Opposition will mit täglichen Protestzügen Neuwahlen durchsetzen. Venezuela leidet unter einer schweren Versorgungskrise.

“Wir sind es müde”, sagt eine Demonstrantin. “Junge Leute verlassen das Land, weil sie hier keine Zukunft haben. Wir haben Gewalt und Tote, alles wegen dieser kriminellen Regierung. Wir wollen, dass das aufhört, und der einzige Weg, wie wir eine Änderung der Verhältnisse erreichen können, ist, indem wir weiter friedlich protestieren.”

Seit Ausbruch der Proteste Anfang April starben bereits 21 Menschen, Hunderte wurden festgenommen. Das aus mehreren Parteien bestehende Bündnis “demokratische Einheit” fordert freie Wahlen und warnt vor der Errichtung einer Diktatur. Das Parlament ist seit Monaten de facto machtlos, da Maduro mit Hilfe der Justiz und Notstandsdekreten an der Legislative vorbeiregiert.

Venezuela ist trotz der Ölreserven in die schlimmste Versorgungskrise seiner Geschichte gerutscht. Schlangen vor oft leeren Supermärkten und Menschen, die im Müll nach Essbaren suchen, sind Alltag. Zudem hat die Gewalt zugenommen: 2016 wurden fast 28 500 Menschen ermordet.

Präsident Maduro lehnt Neuwahlen kategorisch ab. Die Demonstranten wüssten nicht, was die Regierung in der Lage sei zu tun, sagte er in einem Interview. Maduro hat kürzlich angekündigt, 500 000 Milizen mit Gewehren auszurüsten.

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