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Parlament Montenegros beschließt trotz Protesten Nato-Beitritt


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Parlament Montenegros beschließt trotz Protesten Nato-Beitritt

Trotz Protesten der Opposition hat das Parlament von Montenegro beschlossen, als 29. Mitglied der Nato beizutreten. 46 von 81 Abgeordneten stimmten während einer Sondersitzung in der historischen Hauptstadt Cetinje für die Mitgliedschaft in dem Militärbündnis. Die Opposition blieb der Abstimmung fern. Regierungschef Dusko Markovic hatte vor dem Votum die Nato als Garant für Frieden und Stabilität bezeichnet und von einer historischen Abstimmung gesprochen.

Ein Passant in Cetinje sagte:“Ich meine, dass Montenegro seinen Weg in der Welt unabhängig suchen muss. Und als Nato-Mitglied funktioniert das besser. Montenegro wird sicherer werden. Ich bin aber unsicher, ob sich das Leben hier generell verbessern wird.”

Russland hatte lange versucht, den Nato-Beitritt des rund 620.000 Einwohner zählenden Adriastaates zu verhindern. Die Armee Montenegros umfasst nur etwa 8000 Soldaten, allerdings sind die Adriahäfen des Landes militärisch von großer Bedeutung.

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu erklärte bei einer Sicherheitskonferenz in Moskau, die Nato nehme die ehemalige jugoslawische Teilrepublik nur auf, um ihren Einfluss auf dem Balkan zu stärken. Schoigu sagte weiter, das militärische Potenzial der Hauptstadt Podgorica sei “gleich Null”.

Vollzogen werden soll die Eingliederung im kommenden Monat auf einem Nato-Gipfel in Brüssel.

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