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Opposition in Venezuela kündigt für den 1. Mai neue landesweite Proteste an

Die Opposition in Venezuela hat für den 1.

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Opposition in Venezuela kündigt für den 1. Mai neue landesweite Proteste an

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Die Opposition in Venezuela hat für den 1. Mai neue landesweite Proteste gegen Präsident Nicolás Maduro angekündigt. Seit Wochen gehen Regierungsgegner und Anhänger des Staatschefs auf die Straße. Mehr als 30 Menschen starben bereits, rund 500 wurden verletzt und es kam zu 1300 Festnahmen. Am Samstagabend zogen Hunderte Menschen durch Caracas, um der Toten zu gedenken:

“Ich bin hierhergekommen, um zu protestieren und den Menschen und der jungen Leute zu gedenken, die ihr Leben für ein besseres Venezuela gaben. Ein Venezuela, in dem wir Studenten am Wachstum mitarbeiten wollen. Daran hindert uns die Regierung, sie gibt uns nicht die Möglichkeiten dazu. Sie tötet uns, wir sind hier, um etwas zu verändern”, so ein Student.

Die Regierungsgegner kämpfen für vorgezogene Parlamentswahlen und eine Volksabstimmung über eine Absetzung des Staatschefs, dessen Mandat regulär im Januar 2019 endet. Maduro wird für die schwere Wirtschaftskrise in dem ölreichen Land verantwortlich gemacht.

Zuletzt gingen Hunderttausende Menschen fast täglich auf die Straße, um gegen eine drohende Diktatur zu protestieren. Auslöser war die zeitweise Entmachtung des von der Opposition kontrollierten Parlaments. Das Land leidet zudem unter enorm hoher Gewaltkriminalität, einer Hyperinflation und einer schweren Wirtschaftskrise.