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1. Mai: Autonome freuen sich "wie Bolle"


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1. Mai: Autonome freuen sich "wie Bolle"

Der 1. Mai und Krawalle gehören mittlerweile zusammen – immer wieder kommt es am Tag der Arbeit neben friedlichen Demonstationen auch zu Ausschreitungen. Vor allem Berlin hat sich diesbezüglich einen zweifelhaften Ruf “erarbeitet” – Ausgangspunkt war der 1. Mai 1987, als es im Westteil der damals geteilten Stadt krachte. Randalierer lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei, es kam zu Plünderungen, das Geschehen hinterließ eine Spur der Verwüstung, zahlreiche Verletzte waren zu konstatieren. Seit 1987 kommt es regelmäßig zu Krawallen am 1. Mai.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) twitterte vor den diesjährigen Umzügen anlässlich des Tags der Arbeit in Berlin: “Feiert ausgelassen, aber rücksichtsvoll. Demonstriert für eure Meinung, aber friedlich.”

Auf der Webseite des Revolutionären 1. Mai wird auf den “30. Geburtstag” der Geschehnisse von 1987 hingewiesen, unter dem Motto “Unsere Rechte müssen erkämpft werden – nicht erbettelt. Für einen “rebellischen, widerständigen und unangemeldeten Revolutionären 1. Mai in Berlin” wird zur Demonstration auf dem Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg aufgerufen. Zu den Themen des diesjährigen Maifeiertages gehört auch der Widerstand gegen den kommenden G20-Gipfel (7./8. Juli) in Hamburg. Der Slogan “Wir freuen uns wie Bolle” spielt auf den Supermarkt an, der am Maifeiertag 1987 ausbrannte. Die Ermittler kamen später zu der Erkenntnis, dass ein Pyromane die durch die Krawalle unübersichtliche Lage nutzte, um das Geschäft in Brand zu setzen.



Die Walpurgisnacht, also der Vorabend des 1. Mai, verlief in den vergangenen Jahren in Berlin – wie auch diesmal – ohne größere Ausschreitungen. “Als besondere Vorkommnisse mussten drei gezündete Nebeltöpfe und ein Flaschenwurf registriert werden”, bilanzierte die Berliner Polizei in diesem Jahr.

Auch in Hamburg kam es im Laufe der Jahre zu Mai-Krawallen, in diesem Jahr blieb es in der Nacht von Sonntag auf Montag ruhig, angesichts der Tatsache, dass die Hansestadt Anfang Juli Gastgeber des umstrittenen G20-Treffens ist, sind aber Aktionen von Autonomen im Rahmen von Mai-Demos nicht ausgeschlossen. Viele Bewohner im Schanzenviertel haben vorsorglich schon mal ihre Autos in Sicherheit gebracht.



In Zürich kam es beim offiziellen Umzug nach Angaben der Polizei zu “vereinzelten Sachbeschädigungen mit Farbbeuteln und Sprayereien”. Unter den circa 12.000 Teilnehmern befanden sich über 500 Linksautonome, heißt es in der Polizeimeldung.

Über Twitter wurden zahlreiche Aufrufe zum 1. Mai gestartet – andere wollen nur ihr Hab und Gut schützen.



Ok die Vorbereitungenfürden #1mai in #Hamburg laufen#schanze #noG20 pic.twitter.com/fRfxiH29Cm

— Marcus Watch (@Der_alles_seher) 29. April 2017

WichtigeInfos aus#Kreuzberg #Revolution #1Mai #MyFest pic.twitter.com/eBuavfswdh

— DominikMai (@dominikmai) 1. Mai 2017




1. Mai in Kreuzberg/Berlin 😜

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