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Hamas will einen Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967 akzeptieren


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Hamas will einen Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967 akzeptieren

Die Hamas will die Gründung eines souveränen und unabhängigen Palästinenserstaates in den Grenzen von 1967 mit Jerusalem als Hauptstadt akzeptieren. Das geht aus einem Grundsatzpapier hervor, das die radikal-islamische Palästinenserorganisation im Emirat Katar vorstellte. Darin ist keine Anerkennung des Staates Israel enthalten.

Die Hamas bekräftigte ihren Anspruch auf das gesamte historische Palästina sowie die Forderung nach einer Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge.

Der Sprecher des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, David Keyes, bezweifelte die Aussagen: “Die Motivation der Hamas besteht darin, internationalen Druck zu verringern. Im Prinzip versucht sie, die Welt an der Nase herumzuführen, nach dem Motto: Seht her, wir sind nicht so schlecht wie ihr denkt. Das steht aber im Widerspruch dazu, was sie auf arabisch und über Al-Aqsa-TV, ihre eigenen Fernsehsender sowie in Schulen und Moscheen verbreitet. Dort ruft sie beinahe täglich zur Zerstörung Israels auf.”

Die Hamas erklärte in dem Papier, die Bewegung sei in einem Konflikt mit dem “zionistischen Projekt, nicht aber mit den Juden wegen ihrer Religion”. Sie distanzierte sich zugleich von der Muslimbruderschaft in Ägypten, aus der sie vor knapp drei Jahrzehnten hervorgegangen war.

Experten sehen die Veröffentlichung des Papiers als Versuch der Hamas, aus der internationalen Isolation auszubrechen und sich dem ägyptischen Nachbarn anzunähern.

Die Organisation hatte 2007 gewaltsam die Macht im Gazastreifen an sich gerissen. Seitdem haben die Palästinenser de facto zwei Führungen. Im Westjordanland herrscht die gemäßigtere Fatah des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas. Die Hamas wird unter anderem von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft.

Das ganze Grundsatzpapier im Original können Sie hier lesen

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