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Präsidentenwahl in Südkorea: Vorzeitige Stimmabgabe hat begonnen


Südkorea

Präsidentenwahl in Südkorea: Vorzeitige Stimmabgabe hat begonnen

Am 9. Mai finden in Südkorea vorgezogene Präsidentenwahlen statt. Die Wähler können schon jetzt (zwei Tage lang) in rund 3500 Wahlbüros frühzeitig ihre Stimme abgeben. Dies ist erstmals für alle Südkoreaner bei einer Präsidentenwahl möglich. Die vorzeitige Stimmabgabe wurde bei den Parlamentswahlen 2014 eingeführt und trug zu einer Steigerung der Wahlbeteiligung bei.

Südkorea hat einen Wahlkampf im Eiltempo erlebt. Erst am 10. März hatte das Verfassungsgericht Präsidentin Park Geun Hye in einem für sie schmachvollen Amtsenthebungsverfahren abgesetzt. Dadurch wurde eine vorgezogene Wahl notwendig.

Aus Sicht der Verfassungsrichter hatte Park einer langjährigen Vertauten die Einmischung in die Regierungsgeschäfte erlaubt und dabei ihre Macht missbraucht. Der Korruptionsskandal hatte das Land stark aufgewühlt und zu Massenprotesten geführt.

Gegen die ehemalige südkoreanische Präsidentin wurde Anklage erhoben. Während des Gerichtsverfahrens, das bis zu sechs Monate dauern kann, bleibt Park in Haft.

In Umfragen liegt der oppositionelle Mitte-Links-Politiker Moon Jae In deutlich vorne. Es ist der zweite Anlauf für den 64 Jahre alten früheren Menschenrechtsanwalt, der unter Ex-Präsident Roh Moo Hyun Stabschef war. Bei der Wahl Ende 2012 unterlag Moon seiner konservativen Rivalin Park Geun Hye.

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