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Ab Mitternacht: Schutzgebiete sollen Bevölkerung in umkämpften syrischen Gebieten entlasten


Syrien

Ab Mitternacht: Schutzgebiete sollen Bevölkerung in umkämpften syrischen Gebieten entlasten

Vier Schutzgebiete sollen die Bevölkerung in einigen Teilen Syriens von Gewalt und Hunger entlasten.

Russland, Iran und die Türkei einigten sich auf diese Schutzzonen: Das ist das Ergebnis der neuen Syriengespräche im kasachischen Astana.

An der vierten Runde dieser Gespräche nahmen erstmals der UNO-Sonderbeauftragte Staffan de Mistura und ein
hoher Vertreter der USA teil.

De Mistura kündigte an, dass die Syrien-Verhandlungen der UNO in Genf Ende des Monats Mai fortgesetzt werden sollen. Eine neue Gesprächsrunde in Astana solle im Juli stattfinden, teilte das kasachische Außenministerium mit.

In den vereinbarten Schutzgebieten sollen zum Beispiel keine Luftangriffe mehr möglich sein. Nach russischen Angaben gilt das ab Mitternacht.

Eine Besonderheit im syrischen Bürgerkrieg ist der Einsatz von Giftgas.

Die Organisation für ein Chemiewaffenverbot OPCW teilte gerade erst mit, sie wisse von 45 möglichen Giftgasangriffen seit letztem Jahr. Dazu gehört der Vorfall vom 4. April in Chan Scheichun mit mindestens achtzig Toten.

Die Urheber sind zumeist unbekannt. Was die syrische Regierung angeht, sagt OPCW-Generalsekretär Ahmet Üzümcü, man könne nicht von einer Vertragsverletzung sprechen oder von einem insgeheim fortgeführten Chemiewaffenprogramm. Es gebe aber einige Lücken und Ungereimtheiten.

Die Organisation will Fachleute nach Syrien schicken, um mögliche Giftgasangriffe zu untersuchen. Zuvor soll aber die Sicherheit dieser Mitarbeiter garantiert werden: Dazu müsse man mit verschiedenen bewaffneten Gruppen verhandeln.

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