Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Syngenta-Übernahme perfekt


unternehmen

Syngenta-Übernahme perfekt

Die Aktionäre des Schweizer Agrochemiekonzerns Syngenta haben mehrheitlich der Übernahme durch den chinesischen Staatskonzern ChemChina zugestimmt. Das erklärten beide Unternehmen übereinstimmend an diesem Freitag. Bis zum Ablauf der Andienungsfrist wurden ChemChina laut Medienberichten rund 80 Prozent der Aktien angeboten. Notwendig war eine Zweidrittelmehrheit.

Die Übernahme hat ein Volumen von rund 43 Milliarden Dollar und ist damit die größte, die ein chinesisches Unternehmen je im Ausland getätigt hat. Sie soll Mitte Mai abgeschlossen sein. Die Unternehmensführung hatte zuletzt beteuert, dass der Syngenta-Standort in der Schweiz bleiben werde.

Analyst Jasper Lawler vom Londoner Finanzhaus LCG sagte:Wenn wir über China reden, und davon könnte ChemChina durch den Deal vielleicht am meisten profitieren, dann reden wir über einen wenig entwickelten Markt. China verfügt über wenig kultivierte Saatgüter und andere Produkte, die Syngenta vorweisen kann. Deshalb wird es für die Entwicklung von China hilfreich sein. Eines der Ziele von Peking ist die Steigerung der Nahrungsmittelproduktion durch die eigene Agrarwirtschaft.

Syngenta ist Spezialist für Planzenschutz- und Saatgutprodukte. Das Angebot an die Schweizer war bereits im Februar vergangenen Jahres auf den Tisch gelegt worden. Die Umsetzung verzögerte sich durch Bedenken von internationalen Wettbewerbshütern.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

unternehmen

China: Konkurrent von Airbus und Boeing auf Jungfernflug