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Mehr als 7.700 Asylanträge von Türken in Deutschland


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Mehr als 7.700 Asylanträge von Türken in Deutschland

Beim deutschen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) liegen zur Zeit mehr als 7.700 Asylanträge von Türken vor. Das berichtet DER SPIEGEL an diesem Wochenende.
Im vergangenen Jahr wurden nur etwa 8 Prozent der Asylanträge aus der Türkei anerkannt. Doch seit dem Putschversuch im vergangenen Jahr und der folgenden Verhaftungs- und Entlassungswelle wird mit einem deutlichen Anstieg der Anerkennung der Asylanträge gerechnet.

Unter anderem der deutsche Geheimdienst hatte in einem Bericht zurückgewiesen, dass die Bewegung des in den USA lebenden Predigers Fethuhllah Gülen hinter dem Putschversuch steht. Die Regierung in Ankara macht Gülen und seine Anhänger für den Putschversuch verantwortlich und geht auch im Ausland gegen sie vor. BND-Chef Bruno Kahl sagte in einem Interview mit dem SPIEGEL: “Die Türkei hat auf den verschiedensten Ebenen versucht, uns davon zu überzeugen. Das ist ihr aber bislang nicht gelungen.” Der Putschversuch sei “wohl nur ein willkommener Vorwand” für die Entlassungen und Verhaftungen gewesen.

Zehntausende Lehrer, Richter und andere Justizangestellte sowie Militärs wurden in der Türkei entlassen.

Unter den Türken, die in Deutschland Asyl beantragt haben, sind Diplomaten und Militärangehörige, die zum Teil bei der NATO im Einsatz waren. Griechenland hat zuletzt die Auslieferung türkischer Militärs abgelehnt.

In der Türkei sind auch mindestens 120 Journalisten inhaftiert, darunter der WELT-Korrespondent Deniz Yücel, der einen deutschen und einen türkischen Pass hat.


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