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Nach Brandanschlag: Palästinensische Familie verklagt Israel


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Nach Brandanschlag: Palästinensische Familie verklagt Israel

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Eine palästinensische Familie verlangt von Israel Entschädigung für einen Brandanschlag jüdischer Extremisten. Dabei wurden vor zwei Jahren im Westjordanland ein 18 Monate alter Junge und seine Eltern getötet. Ein vier Jahre alter Sohn überlebte mit schweren Verbrennungen.

Verwandte reichten der Menschenrechtsorganisation Al-Mezan zufolge bei einem Gericht in Nazareth Klage ein. Sie fordern vom israelischen Staat umgerechnet rund 2,5 Millionen Euro.

Hussein Dawabsheh, der Großvater des heute Sechsjährigen, sagte: “Ahmad hat seinen Vater und seine Mutter verloren. Er hat große Probleme bedingt durch seine seelische Verfassung. Wenn Ahmad duschen geht und die Verbrennungen an seinem Körper sieht, fragt er: ‘Warum sehe ich so aus? Was soll ich tun? Warum haben sie mir das angetan?’”

Vor einer Woche lehnte es das israelische Verteidigungsministerium ab, den Jungen als Terroropfer zu entschädigen. Aus Sicht der palästinensischen Familie trägt der israelische Staat jedoch die Verantwortung für die Attacke. Schließlich habe er die Hetze jüdischer Extremisten jahrelang ignoriert.

Für den Anschlag waren im vergangenen Jahr zwei jüdische Extremisten angeklagt worden. Ihr Prozess läuft noch.

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