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Proteste gegen Macron in Paris - Demonstranten befürchten Sozialabbau

Aufgerufen hatte ein linksgerichtetes Bündnis mit dem Titel "Front social". Es gab Ausschreitungen und Festnahmen.

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Proteste gegen Macron in Paris - Demonstranten befürchten Sozialabbau

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In Paris hat es einen Tag nach der Wahl des neuen französischen Präsidenten eine Demonstration gegen einen befürchteten Sozialabbau gegeben. Ein linksgerichtetes Bündnis mit dem Titel “Front social” hatte zu den Protesten aufgerufen. Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei und Festnahmen.

An der Demonstration zwischen dem Place de la République und dem Place de la Bastille beteiligten sich nach Polizeiangaben 1.600 Menschen, den Veranstaltern zufolge waren es sieben bis zehntausend.

“Wir wollen keinen Präsidenten, der von Brüssel gestellt wird, von der Lobby und Bankern”, erklärt eine Teilnehmerin. “Tatsächlich vertritt er nur die 30 Prozent der Bevölkerung, die für ihn gestimmt haben.”

Ein junger Mann sagt: “Wir müssen Präsenz zeigen. Auch wenn einige – auch unter uns – für ihn gestimmt haben, werden wir das sehr genau beobachten und es nicht akzeptieren, wenn er so weiter macht wie als Minister und das Arbeitsrecht beschneidet. Da werden wir nicht nachgeben.”

Bereits in der Nacht nahm die Polizei in Paris nach Krawallen über 140 Menschen fest. Sie hatten sowohl gegen den Wahlsieger Macron und als auch die unterlegene Le Pen protestiert.