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Kiew: Nationalisten stören Marsch zum Weltkriegsgedenken

Unter anderem mit Rauchbomben versuchten sie, die Veranstaltung zu unterbrechen. In Donezk gab es eine Militärparade prorussischer Rebellen.

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Kiew: Nationalisten stören Marsch zum Weltkriegsgedenken

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In Kiew haben nationalistische Demonstranten unter anderem mit Rauchbomben versucht, einen Gedenkmarsch zum Ende des Zweiten Weltkriegs zu stören. Sicherheitskräfte versperrten ihnen den Zugang. Bei den Auseinandersetzungen wurden nach Behördenangaben mindestens 45 Menschen festgenommen.

Der Marsch diente dem Gedenken an den Sieg über den Nationalsozialismus. Viele der Teilnehmer zogen mit Bildern ihrer im Zweiten Weltkrieg getöteten Angehörigen durch die Straßen.

Wie der Kiewer Jaroslaw Lysenko sehen einige in verwenden Symbolen einen russischen Einfluss: “Wir haben keine Zukunft, wenn wir diesen Jahrestag mit Hammer und Sichel und dem Sankt-Georgs-Band begehen. Das ist für mich ein Zeichen jener Leute, die in Donezk schießen. Das Sankt-Georgs-Band tragen Russen, die in unser Land gekommen sind und auf uns schießen. Das ist Verachtung und Provokation.”

In Donezk der Ostukraine haben derweil mehr als 10.000 Menschen eine Militärparade von prorussischen Rebellen bejubelt. Dabei wurden auch Panzer und schwere Geschütze gezeigt, obwohl dies nach dem Minsker Friedensabkommen verboten ist.

Während Westeuropa am 8. Mai der Befreiung von den Nationalsozialisten gedenkt, gilt in den meisten Ex-Sowjetrepubliken mit Ausnahme der baltischen Staaten der 9. Mai 1945 als sogenannter ‘Tag des Sieges’.