Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Silkway Rallye 2017 - auf der Strecke mit dem Scout


Sport

Silkway Rallye 2017 - auf der Strecke mit dem Scout

Vor Jahrhunderten hat die Seidenstraße Europa mit Asien verbunden. Heute ist sie Namensgeberin einer der anspruchsvollsten Rennen im Rally-Raid-Kalender. Die siebte Silk Way Rallye führt durch Russland über Kasachstan nach China und verspricht seinen Fans diesen Sommer einige unvergessliche Momente. Bevor sich die großen Namen des Motorsports versammeln können, um in der Wüste Vollgas zu geben, wird im Vorfeld jede Menge Arbeit geleistet, um das Rennen vorzubereiten. Luc Alphand, ehemaliger Skirennfahrer und Motorsportler ist der Scout, er plant die Strecke und schreibt das Roadbook.

Luc Alphand: “Vorbereitung ist alles bei einer Rally, sie ist zentral. Wir beginnen mit der Festlegung der Etappen, zuerst auf der Landkarte. Wir müssen Nationalparks, archäologische Stätten und militärische Sperrgebiete vermeiden. Sobald wir wissen, wo wir hin wollen und wie sich die Etappen entwickeln, kommen wir vor Ort, um die Details zu überprüfen und für das Roadbook aufzunehmen. Mehr haben Pilot und Co-Pilot nicht um sich zurechtzufinden. Das Roadbook sagt ihnen, fahr nach Norden oder Süden, wo man abbiegt, wo es hoch oder runter geht, wo die Gefahrenstellen sind.”

Gefahr ist immer bei einem Rennen dieser Größenordnung allgegegenwärtig, es gibt viele Schluchten und Felsen, die wie aus dem Nichts kommen. Das ist der Preis dafür, hier Off Road fahren zu dürfen – das Risiko ist hoch. Vollgas ist hier kein Erfolgsgarant. Ausdauer und Anpassungsfähigkeit an die unterschiedlichsten Pisten sind hier viel wichtiger.

Luc Alphand: “Der Seidenweg ist noch eine wahre Rallye in dem Sinne, dass er die Wurzeln dieses Sports respektiert. Es ist eine echte Reise, in diesem Jahr von Moskau bis Xi’An, also etwa 10.000 Kilometer Das ist ein großes Abenteuer für Pilot und Co-Pilot. Es braucht Ausdauer, die Etappen sind lang und es gibt jede Menge unterschiedliche Terrains, die fantastisch sind. Wir haben die großen Wüsten, Dünen, die Ebenen von Kasachstan, Berge… Es gibt Strecke, es gibt Abenteuer, es bedeutet Schweiß, und es bedeutet Angst … also alle Zutaten, die ein Team braucht um am Ende sagen zu können: Wow, wir haben es geschafft.”

Siegen wird der Fahrer, der in der Lage ist, schnell zu fahren, dabei gut navigiert und seine Müdigkeit in den Griff bekommt. Hier spielt die Unterstützungsmannschaft eine entscheidende Rolle. Damit die Fahrer durchschlafen können muss sich das restliche Team bis in die Nacht um die Dinge kümmern, die sonst niemand sieht. Letztes Jahr wurde Cyril Despres bei Ankunft in Peking der Champion, dieses Jahr sieht Luc Alphand noch einen anderen möglichen Gewinner.

Luc Alphand: “Das Peugeot-Team ist der klare Favorit, sie arbeiten hart und haben ein wirklich gutes Auto. Sie sind ein fantastisches Team, letztes Jahr hatten sie Peterhansel, Despres und Sebastien Loeb, aber Loeb war noch nicht so weit. Jetzt ist er es. Letztes Jahr hat er ein paar Navigationsfehler gemacht, die ihn den Sieg gekostet haben. Aber vielleicht wird er ja diesmal seinen ersten großen Sieg feiern. “

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Sport

Champions League Halbfinale - Monaco hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben