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Südkorea: Moon Jae In gewinnt die Präsidentschaftswahl

Nach zehn Jahren konservativer Politik ist ab Mittwoch ein Linksliberaler an der Macht in Südkorea.

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Südkorea: Moon Jae In gewinnt die Präsidentschaftswahl

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Der Sieger der Präsidentenwahl in Südkorea steht fest: Der linksliberale Moon Jae In liegt mit mehr als 40% der Stimmen uneinholbar vorn.
Mit ersten sicheren Ergebnissen wird in der Nacht gerechnet.

Nötig wurde die vorgezogene Wahl durch die Amtsenthebung der konservativen Präsidentin Park Geun Hye. Sie ist in einen Korruptionsskandal verwickelt und muss sich wegen Bestechlichkeit sowie Machtmissbrauchs vor Gericht verantworten.
Der Skandal hatte Südkorea monatelang in Atem gehalten. Der deutliche Vorsprung für Moon ist vor allem als Abrechnung mit der konservativen Vorgängerin zu werten.

Etwa 42,5 Millionen Menschen waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

Neben dem Skandal stand der Wahlkampf unter dem Eindruck des Atomstreits mit Nordkorea. Moon kündigte für den Fall seines Wahlsiegs an, wieder stärker auf Nordkorea zuzugehen.

Für den 64-jährigen Menschenrechtsanwalt ist es bereits der zweite Anlauf ins höchste Staatsamt. 2012 hatte er gegen Park verloren. Der neue Präsident soll bereits am Mittwoch die Amtsgeschäfte aufnehmen.