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Venezuela berät ohne Opposition über neue Verfassung

Die Regierungsgegner blieben der von Präsident Maduro einberufenen Volksversammlung fern.

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In mehreren Städten Venezuelas ist es zu Straßenschlachten zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften gekommen. Bei den Unruhen sind seit Anfang April fast 40 Menschen ums Leben gekommen. Die Opposition wirft Staatspräsident Nicolas Maduro und der Regierung vor, autokratisch zu herrschen und fordert Neuwahlen.

Henrique Capriles rief die Bevölkerung auf, sich der Opposition anzuschließen, um die Verfassung zu verteidigen. Jeder, der früher Chavez gewählt habe und jetzt unzufrieden sei, nicht mehr an die Regierung glaube und meine, dass es in diesem Land einen Wechsel geben müsse, solle sich ihnen anschließen, sagte der Oppositionspolitiker.

Staatspräsident Maduro hatte zu Wochenbeginn eine Volksversammlung einberufen, um über eine neue Verfassung zu beraten – die Opposition blieb der Veranstaltung fern.

Angesichts der Demonstrationen sagte Maduro, er habe tausendmal zum Frieden und zum Dialog aufgerufen und bedaure, dass die Antwort von Extremisten die Gewalt sei. Maduro wirft seinen Gegner vor, einen Putsch durchführen zu wollen und wähnt die USA als treibende Kraft hinter der Opposition.