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Zwei Jahre Gefängnis: Christlicher Gouverneur wegen Koranvers verurteilt


Indonesien

Zwei Jahre Gefängnis: Christlicher Gouverneur wegen Koranvers verurteilt

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Der christliche Gouverneur der indonesischen Hauptstadt Jakarta ist wegen Gotteslästerung zu zwei Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden.

Ein Gericht in Jakarta befand Basuki Tjahaja Purnama für schuldig, während einer Wahlkampfveranstaltung einen Koranvers rezitiert und damit Gotteslästerung begangen zu haben.

Mit dem Urteil ging die Kammer über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus, die für Purnama (Spitzname: Ahok) lediglich ein Jahr Haft auf Bewährung gefordert hatte.

Ahok wurde unverzüglich in ein Gefängnis in Ostjakarta gebracht. Vor dem Gericht demonstrierten mehrere tausend seiner Anhänger. Einige versprachen bis zu seiner Freilassung vor dem Gericht auszuharren.

“Ich bin wirklich enttäuscht. Wie kann man ihn für etwas bestrafen, was er nicht getan hat. Die Anklage hat selbst gesagt, dass sie sein Schuld nicht beweisen konnten, aber der Richter sagt, er ist schuldig. Fürchtet sich der Richter vielleicht vor Muslim-Gruppen?”, fragt Ahok-Anhänger Andre Makalu.





Auch muslimische Aktivisten demonstrierten gegen das Urteil. Sie hatten die Höchststrafe gefordert.

Der monatelange Prozess galt auch als Test, wie die Justiz in Indonesien mit religiösen Minderheiten umgeht. Der Inselstaat in Südostasien ist mit mehr als 200 Millionen Muslimen das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt. Zum christlichen Glauben bekennen sich dort etwa 20 Millionen. Auf Gotteslästerung steht bis zu fünf Jahre Haft.



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