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In Kirche gezockt: Russischer Pokemon-Spieler verurteilt


Russland

In Kirche gezockt: Russischer Pokemon-Spieler verurteilt

Pokemon Go, ein Handy-Spiel, hätte einen jungen Mann in Russland beinahe ins Gefängnis gebracht. Der 22-jährige Blogger hatte das Spiel in einer Kirche gespielt. Er habe gehört, dass man dafür bestraft werden könne, sagte er in einem Internetvideo von seiner Aktion. Das Video enthielt offenbar auch anstößige Worte gegen die christliche Religion. Das Video wurde fast zwei Millionen Mal angeschaut.

Dreieinhalb Jahre auf Bewährung bekam er dafür, wegen Anstiftung zu religiösem Hass, dazu muss er 160 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Mit der gleichen Begründung wurden die Mitglieder der Protest-Punkband Pussy Riot verurteilt. Menschenrechtler hatten das scharf kritisiert.

Bei dem Spiel Pokemon Go bewegen sich die Spieler durch die reale Welt. Millionen Nutzer auf der ganzen Welt beteiligen sich an dieser virtuellen Schatzsuche. Auf dem Handy müssen sie dabei bestimmte Missionen erfüllen, oft an vielbevölkerten und bekannten Orten. Die Kirche in Jekaterinburg, in der der Blogger nach Pokemons gejagt hatte, ist ein historischer Ort. Dort wurde im Juli 1918 der letzte Zar Russlands ermordet.

Der verurteilte Blogger hatte sich für sein Video entschuldigt. Auch Pokemon Go wolle er nicht mehr spielen, das Handygame sei bereits aus der Mode.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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