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EU will engere Kooperation mit Afrika in der Flüchtlingsfrage


Redaktion Brüssel

EU will engere Kooperation mit Afrika in der Flüchtlingsfrage

Die Europäische Union will mit der Afrikanischen Union enger zusammenarbeiten, wobei eines der langfristigen Ziele die Eindämmung der illegalen Einwanderung nach Europa ist. Ein neuer Kooperationsplan soll insbesondere der afrikanischen Jugend eine bessere Zukunft daheim ermöglichen.

“Von der traditionellen Afrikahilfe gehen wir allmählich zu einer realen Partnerschaft über”, so die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini anlässlich eines Treffens der EU-Außenminister in Brüssel. “Dies ist der beste Weg, um die Migration zu steuern, um eine Radikalisierung zu verhindern und um den Herausforderungen zu begegnen. Der Jugend Afrikas bieten sich neue Möglichkeiten.”

Der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, Moussa Faki Mahamat, sagte in Brüssel : “Die Migrationsfrage kann nicht gelöst werden, wenn wir uns nur mit den Folgen und nicht mit den Ursachen beschäftigen. Das Problem liegt tiefer. Das Problem wird nicht gelöst, indem man die Menschen zurückschickt, Flüchtlingslager und Schranken errichtet.”

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration haben sich seit Beginn des Jahres mehr als 45.000 Menschen aus mehreren Staaten Afrikas zunächst auf den Weg nach Niger, in den Sudan und nach Libyen gemacht, woher sie nach Italien zu gelangen versuchen.

Die EU will ihre Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union nicht nur im Bereich Migration sondern auch bei der Krisenbewältigung und der Wirtschaftsförderung verstärken.