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"Frankreich und Deutschland müssen auch Italien ins Boot bekommen" - Ein Gespräch mit Daniel Gros -

Wie werden sich die Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland künftig entwickeln?

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"Frankreich und Deutschland müssen auch Italien ins Boot bekommen" - Ein Gespräch mit Daniel Gros -

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Wie werden sich die Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland künftig entwickeln? Darüber sprach unser Euronews-Korrespondent Rudolf Herbert mit dem Leiter des Zentrums für Europäische Politikstudien in Brüssel, Daniel Gros.

Daniel Gros:
“Die deutsche Regierung weiß, dass sie sich dem neuen Präsidenten Frankreichs gegenüber offen zeigen muss, dass sie ihn auch in seiner Innenpolitik unterstützen muss. Doch die deutsche Koalitionsregierung hat zwei Seelen, die eine steht den französischen Vorschlägen offener und die andere steht ihnen weniger offen gegenüber.”

euronews:
“Macron hat ein Budget für die Eurozone gefordert. Ist Deutschland der richtige Partner dafür?”

Daniel Gros:
“Unklar ist, ob Macron ein Budget für die Eurozone oder für die EU will. Das größte Problem wird es jedoch nicht so sehr zwischen Frankreich und Deutschland geben, weil es ein anderes großes Land in der Eurozone gibt, Italien, das größere Finanzprobleme hat, viele größere als Frankreich. Deutschland und Frankreich könnten eine Vereinbarung finden, doch sie müssen auch Italien ins Boot bekommen, was sehr schwierig werden dürfte.”

euronews:
“Was nun die Sicherheitspolitik anbelangt: Wie werden Deutschland und Frankreich mit seinem neuen Präsidenten zusammenarbeiten?”

Daniel Gros:
“Sicherheit ist im Grunde genommen jener Bereich, in dem am leichtesten eine Vereinbarung gefunden werden kann, weil Deutschland auf diesem Gebiet nicht stark und Frankreich schwach ist. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Frankreich ist stärker, weil es diesbezüglich eine längere Tradition und weil es Nuklearwaffen besitzt.”