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Senegal: "Ihr schafft das !"


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Senegal: "Ihr schafft das !"

In dieser neuen Folge von Fokus folgen wir einer Einladung in den Senegal. Für das Land ist die Entwicklung absolut die Hauptsache. Voranbringen sollen sie vor allem die Unternehmer.

Einige senegalesische Mittelständler dienen als Vorbilder. Zum Beispiel das auf Hühnchen und Mehl spezialisierte Unternehmen Sedima. In vier Jahrzehnten mauserte es sich zu einem Branchenführer im Agribusiness. Eine Erfolgsgeschichte, fast aus dem Nichts.

Anta Babacar Ngom Bathily, Sedima:

„Es begann im Jahr 1976, da kaufte der Gründer Babacar Ngom für 100 Euro 120 Küken, und los ging es… Die ganze Geschichte von Sedima mit ihren 50 Millionen Euro Umsatz begann mit einer Erstinvestition von 100 Euro.

Das Unternehmen beschäftigt heute direkt 430 Mitarbeiter und arbeitet zusammen mehr als 10.000 Eier- und Hühnerproduzenten im ganzen Land.
In den vergangenen Jahren wurden mehrere Millionen Euro in neue High-Tech-Anlagen investiert. Die Firma diversifizierte, zum Beispiel in die Herstellung von Mehl und in die Bauindustrie.

Anta Babacar Ngom Bathily, Sedima:

„Seit 2016 sind wir in Bamako, Mali, aktiv, in Äquatorial-Guinea, Kongo … und das Ziel ist, einer der größten Lebensmittelproduzenten in Afrika zu werden. “

The growthof Senegal&greeneconomypic.twitter.com/oiP5XMC9dL

— World Adviser(@World_AdviserEN) 19 mars 2015

Noch eine Erfolgsstory aus dem Senegal. Aus einem Start-up des Jahres 2008, von zwei jungen Unternehmern ins Leben gerufen, wurde eine riesige Digital-Plattform für Finanzdienstleistungen, präsent in 60 Ländern. Hauptaktivität: Geldtransfer. Das kleinste Dorf hat einen Service-Point. Täglich werden über eine Million Transaktionen abgewickelt.

Aicha Kouyate, Wari:

„Wari hat etwas Avantgardistisches geschaffen und zwar ausgerechnet da, wo es nur die internationalen Multis gab.“

Mit 300 direkt Beschàftigten und 45.000 indirekten Arbeitsplätzen hat auch dieses Unternehmen begonnen, in neue Dienstleistungen zu diversifizieren, vor Kurzem wurde die zweitgrößte Telefongesellschaft des Senegal gekauft.

Serge Rombi, euronews:

„Seit ein paar Jahren kann Senegal Wachstumsraten zwischen 6 und 7 Prozent vorweisen. Im Auge hat das Land nach wie vor eine zweistellige Rate.
Aber auch jenseits der schlichten Zahlen wollen viele Senegalesen mit diesem Wachstum weitermachen. Mit anderen Worten, sie wollen qualitatives Wachstum, Wachstum für alle. Und wirklich greifbar im Alltag.”

Ein Wachstum, das allen zugute kommt. Pierre Ndiaye vom Wirtschafts- und Finanzministerium ist der Spezialist für die Wirtschaftsstrategie im Senegal. Für ihn führt keine Weg vorbei am Mittelstand.

Pierre Ndiaye, Wirtschafts- und Finanzministerium Senegal:

„Wir wollen ein geordnetes Wachstum, integratives Wachstum, das keinen Senegalesen zurücklässt. Und wenn man das nicht will, muss man einfach die Einzel-Unternehmer einbeziehen, ganz kleine und mittelständische. “

Weil dabei ohne Zugang zu Finanzmitteln nichts geht, gibt es eigens eine Bank und mehrere Spezialfonds. Ziele sind auch ein verbesserter Zugang zu öffentlichen Aufträgen und Innovations-Förderung.
Eine Unternehmensgründung kostet halb so viel wie früher, die meisten Anfragen und Anträge sind online machbar.

Mountaga Sy, Vertreter der staatlichen Investitions-Förderagentur
Invest in Senegal(APIX)

„Diese elektronischen Plattformen werden mit der Einführung der elektronischen Zahlung noch besser funktionieren. Das gibt einen Senegal mit moderner Verwaltung und 0 Papier, transparent, effizient und sicher.“

Auch schnellere Wasser- und Stromanschlüsse stehen auf der Liste.

Mountaga Sy, Invest in Senegal (APIX):

„Beim Wasser sind wir von 75 auf 20 Tage Wartezeit runter, beim Strom von 80 auf 48 Tage, gleichzeitig wurde der Strom 10 Protent billiger.“

Anta Babacar Ngom Bathily, Sedima:

„Wir trauen uns mit unseren Investments in sehr abgelegene Dörfern. Zum Beispiel nach Notto im Westen des Landes. Da gab es vor ein paar Jahren weder Wasser noch Strom. Jetzt konnten wir da eine neue Brüterei aufbauen mit einer Kapazität von 40 Millionen Küken pro Jahr.

All diese schönen Geschichten haben eine echte Dynamik, geschaffen, greifbar überall in Senegal. Für den Vorstandschef der Finanz-Plattform ist das alles auch eine Frage des Selbstvertrauens.

Kabirou Mbodje, Wari:

„Macht was! Ihr schafft das ! Versucht es und lasst euch von niemandem einreden, dass das nicht möglich ist”

Anta Babacar Ngom Bathily, Sedima:

“Wir sind alle sehr ambitioniert. Wir kennen inzwischen keine Grenzen. “

Inzwischen haben es auch Investoren rund um den Globus gemerkt: In diesem Senegal, da rührt sich etwas.

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